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Waldbrand bei Tschernobyl: Besorgniserregende Strahlungsgefahr unter Kontrolle?

Ein Waldbrand nahe der Atomruine von Tschernobyl, ausgelöst durch einen Drohnenabsturz, gefährdet die Region. Trotz normaler Strahlungswerte könnten radioaktive Stoffe freigesetzt werden, während die Löscharbeiten durch Wind erschwert werden.

Warnung vor radioaktiven Stoffen: Großer Waldbrand lodert neben der Atomruine von Tschernobyl
Arne Müseler via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 de)

In der Ukraine hat ein Drohnenabsturz einen erheblichen Waldbrand in der Nähe der Atomruine von Tschernobyl ausgelöst. Die Löscharbeiten werden durch die aktuellen Wetterbedingungen erschwert, obwohl bislang keine erhöhten Strahlungswerte festgestellt wurden. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass radioaktive Stoffe in die Atmosphäre gelangen.

Waldbrand in der Sperrzone von Tschernobyl

Der Brand, der auf einer Fläche von etwa 1100 Hektar wütet, wurde durch den Absturz einer Drohne in der Sperrzone des ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl ausgelöst. Laut den örtlichen Behörden ist der Wind ein wesentlicher Faktor, der die Bekämpfung des Feuers erschwert. Der staatliche Rettungsdienst hat ein Bild veröffentlicht, das eine große Rauchsäule zeigt.

Hintergründe zum Drohnenabsturz

Die genauen Umstände des Drohnenabsturzes sind derzeit unklar. Die Drohne stürzte am Donnerstag in der Nähe des stillgelegten Atomkraftwerks ab, wo 1986 die schwerste Nuklearkatastrophe der Geschichte stattfand. Infolge dieser Katastrophe wurde eine 30 Kilometer umfassende Sperrzone eingerichtet, aus der Hunderttausende Menschen evakuiert wurden. Teile des Gebiets sind nach wie vor stark kontaminiert.

Risiken durch radioaktive Stoffe

Nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz können bei einem Waldbrand in der Umgebung von Tschernobyl die durch die Atomkatastrophe abgelagerten radioaktiven Stoffe in die Luft gelangen. Diese könnten mit dem Rauch aufsteigen und durch Luftströmungen verbreitet werden. Die Menge und Aktivität der freigesetzten radioaktiven Stoffe wären jedoch nicht mit den Folgen der Katastrophe von vor 40 Jahren vergleichbar. Dennoch können solche Stoffe auch außerhalb der Sperrzone nachgewiesen werden.

Vorwürfe gegen Russland

Die Ukraine hat Russland wiederholt beschuldigt, Angriffe auf Atomanlagen, einschließlich Tschernobyl, durchzuführen. Im vergangenen Jahr wurde die Schutzhülle des Atomkraftwerks durch einen russischen Drohnenangriff beschädigt.

„Die radioaktiven Strahlungswerte liegen innerhalb der normalen Grenzen“, so die örtlichen Behörden.


Quellen: n-tv

Bildquelle: Arne Müseler via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 de)

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TS