Ein Mann aus Stockport gesteht vor Gericht, seine Frau über Jahre betäubt und vergewaltigt zu haben. Die Vorwürfe reichen bis ins Jahr 2004 und beinhalten mehrere Schuldbekenntnisse, darunter 21 Fälle von Vergewaltigung.
Warum ein Ehemann vor Gericht über jahrzehntelangen Missbrauch seiner Frau aussagte

Am 14. September 2026 gestand ein Mann aus Stockport vor dem Manchester Minshull Street Crown Court, seine Ehefrau über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten sexuell missbraucht zu haben. Die Vorwürfe reichen bis ins Jahr 2004 zurück und beinhalten nicht nur Vergewaltigungen, sondern auch die Anwendung von Betäubungsmitteln.
Während der Anhörung saß die betroffene Frau in der ersten Reihe des Gerichtssaals, begleitet von Familienangehörigen, die sie trösteten. Berichten zufolge wischte sie sich während der Geständnisse ihres Ehemannes mehrmals die Augen. Der Mann, der in seinen 60ern ist, gestand, seiner Frau eine Substanz verabreicht zu haben, um sie zu betäuben und sexuelle Handlungen an ihr vorzunehmen. Zudem gab er zu, intime Fotos und Videos seiner Frau ohne deren Zustimmung verbreitet zu haben, um sich selbst zu befriedigen.
Chronologischer Ablauf der Taten
Die Taten, die der Ehemann eingestand, reichen von 2004 bis 2025. Im Juni 2026 hatte er bereits einen Teil der Anklagen akzeptiert, darunter Vergewaltigung und sexuelle Nötigung. In seiner jüngsten Aussage gestand er nun 45 weitere Straftaten und bekennt sich insgesamt in 60 Anklagepunkten schuldig, darunter 21 Fälle von Vergewaltigung.
Ermittlungen gegen weitere Verdächtige
Die Justiz beschäftigt sich jedoch nicht nur mit dem Ehemann. Es gibt Hinweise darauf, dass auch andere Männer in die Taten involviert waren. Berichten zufolge soll der Ehemann andere Männer eingeladen haben, seine bewusstlose Frau sexuell zu missbrauchen. Die Vorwürfe gegen diese Männer beziehen sich auf einen Zeitraum ab 2018.
- Zwölf Männer, deren Alter zwischen Ende 20 und Mitte 70 liegt, bestreiten die Vorwürfe. Dazu gehören ein Rettungssanitäter, ein ehemaliger DJ und ein früherer Funktionär eines Fußballvereins.
- Für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.
Vergleich mit einem ähnlichen Fall in Frankreich
Die Schwere der Vorwürfe erinnert an den Fall von Dominique Pelicot in Frankreich, der seine Frau über Jahre hinweg mit Medikamenten betäubte und sie wiederholt vergewaltigte. Er hatte auch andere Männer in ihr Haus gelockt, um sie ebenfalls zu missbrauchen. 2024 wurde Pelicot von einem französischen Gericht zur Höchststrafe von 20 Jahren Haft verurteilt.
Die aktuellen Fälle in Großbritannien und Frankreich sind unabhängig voneinander, dennoch werfen sie ähnliche Schatten auf die Themen sexualisierte Gewalt und Missbrauch im häuslichen Umfeld.
16-Jährige erfindet Vergewaltigung und täuscht Polizei in Stuttgart.
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Quellen: RTL
Bildquelle: Watford London Media auf Pexels
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