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62 Menschen sterben bei Flugzeugabsturz

Bereits nach vier Minuten nach Start begab sich das Flugzeug in einen steilen Sturzflug. Bei dem Absturz sind alle 62 Passagiere, darunter auch viele Kinder, ums Leben gekommen.

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Foto: NF24 / Canva

Der Flugverkehr gehört zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt. Höchste Sicherheitsvorkehrungen sollen den Schutz der Passagiere gewährleisten. Trotzdem lassen sich nicht immer alle Tragödien vermeiden.  

Bei einem Horror-Flugzeug-Absturz sind alle 62 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Nun muss sich der Flugzeughersteller verantworten.

Viele Tote bei Flugzeugabsturz – Boeing 737-500 vom Radar verschwunden

Indonesien – Die Boeing 737-500, die auf dem Weg nach Pontianak war, verschwand plötzlich von den Radarschirmen. Und das nachdem sie kurz nach 14.30 Uhr gestartet war – 30 Minuten nach der geplanten Zeit. Grund hierfür: starker Regen.

Ein Flugzeug der Sriwijaya Air ist wenige Minuten nach dem Abflug mit 62 Menschen an Bord ins Meer gestürzt. Bei dem Flug handelte es sich um einen indonesischen Inlandsflug von Indonesiens Hauptstadt Jakarta nach Pontianak mit einer Flugzeit von 90 Minuten.

Die Flugverfolgungsdaten zeigten, dass die Boeing 737-500 etwa vier Minuten nach dem Start vom internationalen Flughafen Soekarno-Hatta in einen steilen Sturzflug überging. Damit stürzten 62 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter 10 Kinder, in den Tod.

Sriwijaya Air – Billigfluggesellschaft wird untersucht

Örtliche Fischer fanden Trümmerteile in der Nähe von Inseln vor der Küste der Hauptstadt Jakarta. Damals konnte nicht sofort bestätigt werden, dass die Teile zu dem vermissten Flugzeug gehörten. Die Behörden und die Fluggesellschaft machten keine unmittelbaren Angaben zu den Gründen des plötzlichen Flugzeug-Absturzes.

Die Billigfluggesellschaft Sriwijaya Air, die mit 19 Boeing-Jets Ziele in Indonesien und Südostasien anfliegt, teilte lediglich mit, dass der Kontaktabbruch zum Flugzeug untersucht werden würde. Selbst der russische Präsident Wladimir Putin drückte in einer Erklärung sein „aufrichtiges Beileid“ zu dem Vorfall aus.

Folgenschwere Fehlfunktion

Nun sollten Ermittlungen den Grund des Absturzes aufdecken. Laut den Ermittlern soll das Triebwerkskontrollsystem des Sriwijaya Air Fluges 182 wenige Minuten nach dem Start eine Fehlfunktion erlitten haben.

Im Abschlussbericht des Nationalen Verkehrssicherheitsausschuss heißt es, dass die Piloten es nicht geschafft hätten, die Boeing 737-500 unter Kontrolle zu bekommen, nachdem eines der automatischen Triebwerkshebel an Kraft verlor. So soll das Flugzeug auf die Seite gerollt und in die Javasee gestürzt sein.

„Nachlässigkeit und Voreingenommenheit seitens der Piloten führten zu einer ungenügenden Überwachung“, so der leitende Ermittler Nurcahyo Utomo. Diese hätten die Situation nicht sofort korrigiert und somit sich selbst und die Passagiere in den Tod gestürzt.

Schlechte Flugsicherheit

Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass das Autodrossel-System eine Fehlfunktion hatte. Dadurch bog das Flugzeug nach links statt wie beabsichtigt nach rechts ab. Die Piloten waren nicht in der Lage die Situation zu korrigieren. Aus den Wartungsaufzeichnungen des Flugzeuges ging hervor, dass das Problem seit 2013 65-mal gemeldet wurde und selbst beim vorletzten Flug noch bestand.

Der aktuellste Flugzeugabsturz ist ein weiterer Beleg für die schlechte Flugsicherheit in Indonesien. Im Jahr 2014 stürzte ein AirAsia-Flugzeug mit 162 Menschen an Bord in die Javasee ab. 2018 kamen bei einem Absturz der Lion Air 189 Menschen ums Leben.

YY
Quellen: theedgemarkets.com, trtworld.com