Startseite Schlagzeilen

Blackout: Täglich zwei Stunden Stromausfall!

Die Befürchtungen werden Realität: Täglich stundenlange Stromausfälle versetzen Europa in Dunkelheit!

Foto: NF24 / Canva

Frankreich steht ein schrecklicher Winter bevor, indem die Bürger im schlimmsten Fall gezwungen sein könnten, zwei Stunden am Tag ohne Strom auszukommen. Der nationale Netzbetreiber RTE hat diese düstere Situation geschildert, da der Kontinent mit einer Energiekrise konfrontiert wurde: Die Energiepreise schießen in die Höhe, während das Angebot schwindet.

Russland hat aufgrund des Ukraine-Krieges seine Erdgasexporte nach Europa gekappt. Es wird ein düsterer Winter für die meisten europäischen Staaten befürchtet. Nun könnte die Befürchtung Realität werden.

Engeriekrise nimmt verheerende Ausmaße

Tausende von Menschen sterben jedes Jahr an den kalten Temperaturen – und es wird befürchtet, dass die Energiekrise die Lage noch verschlimmern wird. Putin wird vorgeworfen, Europa aus Rache für die Unterstützung der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland unter Druck zu setzen.

RTE hat ein absolutes Worst-Case-Szenario für Frankreich entworfen, bei dem es zu Stromausfällen kommen würde. Thomas Veyrenc, geschäftsführender Direktor von RTE, sagte: „Wir befinden uns in einer Energiekrise mit drei Hauptparametern“.

Der Energiechef erklärte, dass der Kontinent mit einem Sturm von Problemen konfrontiert werden würde, die zu einem „unwahrscheinlichen, aber trotzdem zu erwartenden“ Szenario führen könnten.

Das erste Problem sei die Gaskrise, die schon vor dem Krieg in der Ukraine in ganz Europa vorhanden war, sich aber nun durch den Krieg noch verschärft hätte. Das zweite Problem ist der Mangel an Kernenergie – vor allem würden Frankreichs Reaktoren nur mit „halber Kraft“laufen.

Dann warnte er davor, dass die Dürreperioden des heißen Sommers auch zu Problemen bei der Produktion der Wasserkraftwerke geführt hätten. Wenn all diese Probleme mit einem besonders strengen Winter kombiniert werden, könnte es zu Stromausfällen kommen.

„Das ist das Worst-Case-Szenario, es ist wirklich sehr unwahrscheinlich, aber es ist vorhanden“, warnte Veyrenc. Im realistischsten Szenario wird es keine Probleme mit der Versorgung der Bevölkerung geben. Doch ein kalter Winter könnte dazu führen, dass Geschäfte geschlossen werden und Fabriken die Produktion für einen Tag in der Woche einstellen müssen.

Und im extremsten Szenario könnte es in Frankreich abends oder frühmorgens zu Stromausfällen von bis zu zwei Stunden kommen. Premierministerin Elisabeth Borne hat bereits davor gewarnt, dass das Land in diesem Winter mit Energierationierungen rechnen muss.

KALTER KRIEG

Frankreich führt vor kurzem eine App namens Ecowatt ein, die die Bürger vor der Belastung des Stromnetzes warnt. Die App ist mit einem roten, gelben und grünen Ampelsystem versehen, das die Bürger vor Stromausfällen warnt und sie auf einen hohen Energieverbrauch aufmerksam macht.

Außerdem werden die Bürger aufgefordert, energiesparende Maßnahmen zu ergreifen, z. B. ihre Heizung herunterzudrehen.

Frankreich hat bereits Milliarden von Euro in die Lösung der Energiekrise gepumpt, indem es Preiserhöhungen um 4 Prozent begrenzt und das staatliche Unternehmen EDF gezwungen hat, Strom unter dem Marktpreis zu verkaufen.

RTE ist der Meinung, dass Frankreich dank dieser Maßnahmen und seiner Atomreaktoren besser aufgestellt ist die Energiekrise zu überstehen als viele seiner Nachbarstaaten.

YY
Quellen: thesun.co.uk