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Häftling tot aufgefunden – Folter durch „Baby Shark“

Gefängniswärter sollen den Insassen durch stundenlanges Abspielen des Kinderliedes „Baby Shark“! zu Tode gefoltert haben.

Foto: Screenshot Youtube Pingfong

Ein Häftling wurde tot in seiner Zelle aufgefunden! Und das nur kurze Zeit nachdem er Folter-Vorwürfe gegenüber dem Gefängnis und den angestellten Wärtern angezeigt hatte.

Grausame Folter: Laut Berichten waren einige Häftlinge, unter anderem auch der verstorbene, gezwungen worden, stundenlang das Kinderlied „Baby Shark“ zu hören.

Foltervorwürfe gegen das Gefängnis

John Basco, 48, wurde in seiner Zelle im Oklahoma County Detention Center bewusstlos aufgefunden, nachdem er Foltervorwürfe gegen eine Gruppe von Gefängnisbeamten erhoben hatte.

Er gehörte zu einer Gruppe von Insassen, die den Bezirk verklagten, weil sie angeblich mit Handschellen an eine Wand gefesselt und gezwungen worden waren, stundenlang „Baby Shark“ zu hören. Zwei Gefängnisbeamte wurden im Zusammenhang mit dem Vorfall entlassen und einer in den Ruhestand versetzt. Alle drei Gefängnisbeamten müssen mit einer Strafanzeige rechnen.

Bascos Anwalt, Cameron Spradling, berichtete, dass er die Umstände von dessen Tod „beunruhigend“ finde. Eines der „Baby-Hai“-Opfer ist schon drei Tage nach seiner Ankunft im Gefängnis gestorben: „Wie kann das passieren? Basco und drei weitere Gefängnisinsassen behaupten, dass sie im November und Dezember 2019 über längere Zeit – mit auf dem Rücken gefesselten Händen – an einer Wand stehen mussten.

Der Insasse wurde für tot erklärt, kurze Zeit nachdem Gefängnismitarbeiter vergeblich mit lebensrettenden Maßnahmen begonnen hatten.

John Basco war am Donnerstag aufgrund einer Anzeige wegen Drogenhandels in das Gefängnis eingeliefert worden. Aus den Gefängnisunterlagen von Oklahoma geht hervor, dass Basco bereits seit Mitte der 1990er Jahre in Oklahoma County vorbestraft war, hauptsächlich wegen Drogen-, Eigentums- und Schusswaffendelikten.

Im Jahr 2000 wurde er wegen Mordes zweiten Grades zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt und 2007 entlassen, wie aus den Akten hervorgeht.

Wie es zu der Folter unter Nutzung des Kinderliedes kam ist nicht bekannt. Es wird weiterhin ermittelt.

Anfang dieses Jahres war Baby Shark das erste Video, das auf YouTube mehr als 10 Milliarden Mal aufgerufen wurde. Das Lied sollte ein unschuldiges Mitsingvideo auf dem Pingfong-Kanal sein. Pingfong hat mehr als 10 Millionen Abonnenten und veröffentlicht regelmäßig Lieder zum Mitsingen für Kinder, die mit farbenfrohen und interessanten Animationen die Bildung und Sprachentwicklung fördern.

YY
Quellen: thesun.co.uk