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Kenia: Bisheriger Vizepräsident Ruto gewinnt Präsidentenwahl

Der Wahlsieger in Kenia steht fest: Der bisherige Vizepräsident William Ruto konnte die meisten Stimmen für sich einheimsen. Er übernimmt damit die Nachfolge von Präsident Uhuru Kenyatta.

Erhielt 48,85 Prozent der Stimmen: William Ruto.
Foto: Brian Inganga/AP/dpa

Im ostafrikanischen Kenia ist der bisherige Vizepräsident William Ruto zum neuen Staatschef gewählt worden. Der 55-Jährige gewann die Abstimmung vom 9. August mit 50,49 Prozent oder 7 176 141 der Stimmen, sagte der Vorsitzende der Wahlkommission, Wafula Chebukati.

Ruto ging demnach mit einem knappen Vorsprung vor dem langjährigen Oppositionsführer und ehemaligen Premierminister Raila Odinga als Sieger hervor.

Der 77 Jahre alte Odinga erhielt 48,85 Prozent oder 6.942.930 der Stimmen. Ruto übernimmt damit die Nachfolge von Präsident Uhuru Kenyatta, der das Land mehr als zehn Jahre führte.

Das bei Touristen beliebte Safariland gilt mit seinen rund 54 Millionen Einwohnern als eines der stabilsten Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Bei vergangenen Wahlen kam es jedoch zu Unruhen und Gewalt. Im Jahr 2008 starben mehr als 1000 Menschen aufgrund einer Gewaltwelle im Anschluss in die Abstimmung. Auch in den Jahren 2013 und 2017 gab es gewalttätige Zwischenfälle. Grund waren vor allem Spannungen zwischen den verschiedenen Volksgruppen. Vor dieser Abstimmung hatten Ruto sowie Odinga erklärt, bei einer Niederlage darauf zu verzichten, die Wahl anfechten zu wollen. 

dpa