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Prozess um Brüsseler Terroranschläge hat begonnen

32 Todesopfer, Hunderte Verletzte und ein zerrüttetes Land – die Terror-Anschläge des IS vor sechseinhalb Jahren haben Belgien verändert. Nun beginnt die rechtliche Aufarbeitung vor Gericht.

Bei den Anschlägen von Brüssel töteten die Attentäter 32 Menschen und verletzten mehr als 300.
Foto: picture alliance / Olivier Hoslet/EPA/dpa

Der Prozess um die terroristischen Anschläge im März 2016 in Brüssel hat vor einem Gericht der belgischen Hauptstadt begonnen. Neun der zehn Angeklagten erschienen am Montagmorgen zur Vorverhandlung in dem Gericht, das im umgebauten früheren Nato-Hauptquartiers im Nordosten der Stadt für den Prozess eingerichtet wurde.

Nur drei der Angeklagten blieben jedoch für die Vorverhandlung, sechs entschieden sich dazu, in ihre Zellen zurückzukehren – auch Salah Abdeslam, der als Hauptangeklagter bereits in den Pariser Terrorismus-Prozessen zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Der zehnte Angeklagte gilt als vermisst. Es wird vermutet, dass er in Syrien gestorben ist.

Bei der Vorverhandlung sollten vor allem die Zeugenliste festgelegt und weitere technische Details des Prozesses geklärt werden. Am 10. Oktober sollen dann die zwölf Geschworenen ausgewählt werden, bevor zum Start der Sachverhandlung am 13. Oktober die Anklage verlesen wird.

Am Morgen des 22. März 2016 explodierten insgesamt drei Bomben in der belgischen Hauptstadt – zwei am Flughafen Zaventem und eine in der U-Bahnstation Maelbeek in der Nähe der EU-Institutionen. 32 Menschen kamen ums Leben. Zusätzliche starben drei islamistischen Attentäter. Mehrere hundert Menschen wurden teils schwer verletzt.

dpa