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Viele Tote und Vermisste nach Bootsunglück

Ein großangelegte Rettungsaktion mit Hubschraubern und Booten ist noch im vollen Gange.

Foto: NF24 Archiv

Mindestens 11 Menschen kamen ums Leben, als ihr Boot mit einer unbekannten Anzahl von Passagieren an Bord umkippte, teilte die Küstenwache am Donnerstag mit.

Kurz vor Mittag entdeckte ein Hubschrauber das Boot und eine Reihe von Personen im Wasser, die offenbar keine Schwimmwesten trugen, hieß es in einer Erklärung. Daraufhin starteten mehrere Rettungshubschrauber und ein Schiff der Küstenwache wurde umgeleitet, um bei der Bergung der Passagiere zu helfen.

Mindestens 11 Tote nach Bootsunfall vor Puerto Rico

San Juan (Puerto Rico): Ein mit mutmaßlichen Migranten beladenes Boot ist nördlich einer unbewohnten Insel in der Nähe von Puerto Rico gekentert. 11 Menschen wurden für tot erklärt, während 31 weitere am Donnerstag gerettet wurden, so die Behörden.

Es war nicht sofort klar, wie viele Menschen an Bord des Bootes waren, als es kippte, sagte der Sprecher der US-Küstenwache, Ricardo Castrodad. Er sagte, eine „Massenrettungsaktion“ sei noch im Gange. „Wir versuchen, so viele Menschen wie möglich zu retten und so viele Überlebende wie möglich zu finden“, sagte er. Mindestens acht Haitianer wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Der Vorfall war der jüngste in einer Reihe von Bootsunglücken in der Region, da Migranten aus Haiti und der Dominikanischen Republik vor Gewalt und Armut in ihren Ländern fliehen. Ein Hubschrauber der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde entdeckte das gekenterte Boot am späten Donnerstagmorgen.

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„Ohne diesen Hubschrauber hätten wir erst dann davon erfahren, wenn jemand ein Zeichen gefunden hätte oder wenn uns Menschen berichtet hätten, dass ihre Angehörigen vermisst werden“, sagte Castrodad. „Sie haben sie früh genug gefunden, so dass wir in der Lage waren, eine Reaktion zu koordinieren.“

Das Boot wurde mehr als 11 Meilen (18 Kilometer) nördlich der unbewohnten Insel Desecheo vor der Westküste Puerto Ricos entdeckt. Nach Angaben der US-Küstenwache handelt es sich bei den Geretteten um 20 Männer und 11 Frauen.

Regelmäßige Bootsunfälle mit vielen Toten

Das Unglück ereignete sich weniger als eine Woche, nachdem die US-Küstenwache und die dominikanische Marine am Samstag 68 Migranten in der Mona-Passage, einem tückischen Gebiet zwischen Puerto Rico und der Dominikanischen Republik, gerettet hatten.

Eine Frau, die vermutlich aus Haiti stammte, kam dabei ums Leben „Diese Fahrten sind gefährlich“, sagte Castrodad. „Sie sind unsicher, sie sind stark überladen…(und) es gibt keine lebensrettende Ausrüstung. Es braucht nicht viel, um eines dieser Schiffe zum Kentern zu bringen.“ Von Oktober 2021 bis März wurden nach Angaben des US-Zoll- und Grenzschutzes 571 Haitianer und 252 Personen aus der Dominikanischen Republik in den Gewässern um Puerto Rico und die US-Jungferninseln festgenommen. Die meisten dieser Haitianer, 348 an der Zahl, landeten auf der unbewohnten Insel Mona in Puerto Rico und wurden gerettet.

Im Januar suchte die Küstenwache vor der Küste Floridas nach mindestens 38 vermissten Personen, nachdem ein mutmaßliches Menschenschmugglerboot, das die Bahamas verlassen hatte, in einem Sturm gekentert war. Es wurde nur ein einziger Überlebender gemeldet.

Hunderte von Haitianern sind in den letzten Monaten allein in Florida angekommen, nachdem sie an Land geschwommen waren. Haiti hat mit einem Anstieg der Bandengewalt zu kämpfen, bei der Dutzende von Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, getötet wurden und Tausende von Familien aus ihren Häusern fliehen mussten.

Auch Entführungen haben zugenommen, darunter die von acht türkischen Staatsbürgern, die am Sonntag aus einem Bus in der Dominikanischen Republik entführt wurden. Nach Angaben der Vereinten Nationen, die in der vergangenen Woche ihre Besorgnis über die „rapide Verschlechterung der Sicherheitslage und der Menschenrechte“ in Haiti zum Ausdruck brachten, haben die Entführungen in dem Land mit seinen mehr als 11 Millionen Einwohnern um 180 Prozent zugenommen, und die Zahl der Morde ist im vergangenen Jahr um 17 Prozent gestiegen.

Viele haben die Regierung von US-Präsident Joe Biden dafür kritisiert, dass sie in den letzten Monaten mehr als 20.000 Haitianer angesichts der sich verschärfenden Unruhen im Land abgeschoben hat.

bh
Quellen: millenniumpost.in, channelstv.com