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Putins-Polizeichef stirbt bei Anschlag

Die Reihe von Anschlägen auf Beamte setzt sich fort: Eine starke Explosion brachte den „Verräter“ um.

Foto: NF24 / Canva

„Jedem, der die Ukraine verraten hat, sollte klar sein: Die Russen brauchen euch nicht. Wenn man einmal benutzt wurde, ist man entbehrlich“, so der ukrainische Bürgermeister der Stadt Melitopol, Iwan Federow.

Die Ukraine geht rigeros gegen Staats-Verräter vor. Dieses Mal traf der Vergeltungs-Anschlag einen „Verräter“ der ukrainischen Polizei welcher zu den Russen übergelaufen war. Der abdrünnige Polizeichef wurde bei einem Anschlag durch eine Autobombe getötet. Der Beamte war aus der Ukraine nach Russland übergelaufen, um Polizei-Befragungen für Kreml-Chef Wladimir Putin durchzuführen.

Mittlerweile sind mindestens 118 Beamte der Polizei von der Ukraine nach Russland übergelaufen und stehen damit auf der Abschussliste der Regierung.

Übergelaufener Polizei-Beamter mit Autobombe getötet

Denys Stefankov wurde das Ziel einer Autobombe, die am Sonntag im Stadtzentrum von Melitopol explodierte. Der Anschlag, der sich nach Angaben lokaler Medien im Hof eines Wohnblocks ereignete, erschütterte das Stadtzentrum von Melitopol.

Der ehemalige Polizist Stefankov soll nach Russland übergelaufen sein, um Putins Polizeichef zu werden. Er war für die Befragung von Gefangenen zuständig.

Der Bürgermeister der Stadt, Iwan Federow, erklärte in einem Telegrammpost: „Eine starke Explosion im Hof eines Hochhauses in Melitopol im Stadtzentrum ist wahrscheinlich das Ergebnis einer FSB-Razzia.

Weiter heißt es: „Vorläufigen Angaben zufolge wollten sie bei den ‚Showdowns‘ einen der Polizeikollaborateure – den sogenannten ‚Chef der Volkspolizeiabteilung der Volksmiliz‘ – beseitigen. Denys Stefankov ist einer der 118 Polizeiverräter, für die wir die Beschlagnahmung ihres gesamten unbeweglichen und beweglichen Vermögens vorbereitet haben.“

Russland dementiert Anschlag

Federow hat sich zwar nicht dazu geäußert, ob der Ex-Polizist bei der Explosion ums Leben kam, ukrainische Medien berichten jedoch, dass er tot ist. Die Nachrichtenagentur Telegraf behauptet unter Berufung auf Insiderquellen, er habe das Attentat nicht überlebt.

Die russische Medienagentur TASS behauptet jedoch, Stefankov sei sehr wohl am Leben und wohlauf. Das Ministerium für Innere Angelegenheiten sagte auf Telegramm: „Die stürmische Fantasie gibt den falschen ukrainischen Medien Tag und Nacht keine Ruhe. Denys Stefankov erfreut sich bester Gesundheit!“

Der mutmaßliche Attentatsversuch erfolgt inmitten einer Welle gezielter Attentate auf führende russische Beamte in den letzten Wochen. Zuletzt wurden in der vergangenen Woche vier Spitzenbeamte in der Ukraine durch Anschläge getötet.

Ljudmila Bojko, die ein Referendum über den Beitritt der Ukraine zu Russland organisierte, wurde zusammen mit ihrem Ehemann Oleg Bojko (46), ebenfalls ein hoher lokaler Beamter, getötet. Ein weiterer hochrangiger Pro-Putin-Beamter, der in der besetzten Ukraine lebt, wurde durch eine Autobombe getötet, als er seine Tochter vom Kindergarten abholen wollte.

Und Askyar Laishev, der für den ukrainischen Geheimdienst arbeitete, bevor er 2014 die Seiten wechselte, wurde Anfang des Monats bei einer Autobombenexplosion in Luhansk getötet.

YY
Quellen: thesun.co.uk