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Überlebenskampf auf verlassener Insel

Fünf Tage auf einer verlassene Insel. Ganz alleine. Es geht ums nackte Überleben.

Foto: NF24 / Canva

Es klingt wie ein unglaublicher moderner Robinson Crusoe: Nelson Nedy, 51, war gestrandet, nachdem er von einem Felsen an einem Strand in Rio de Janeiro, Brasilien, gestürzt und ins Meer gezogen worden war.

Wenn Mensch und wilde Natur sich gegenüber stehen, geht es ums blanke Überleben. Die Horror-Odyssee brachte den Mann an seine Grenzen.

Verhängnisvoller Sturz ins Wasser

Der Gärtner war am vergangenen Montag am Strand von Grumari beim Klettern, als ihn eine riesige Welle ins Wasser stürzte. Eine starke Strömung trieb ihn fast zwei Meilen weit hinaus und spülte ihn schließlich an die verlassene Insel Palmas.

Dem brasilianischen Nachrichtensender G1 sagte er: „Da war nichts. Nichts, wo man sich verstecken konnte, nichts, wo man Schutz suchte.“ Nelson gelang es, eine Höhle zu finden, in der er die Nacht verbringen konnte, bevor er am nächsten Tag die Insel erkundete.

Zu seiner Erleichterung fand er ein behelfsmäßiges Zelt, das von einheimischen Fischern weggeworfen worden war, sowie zwei Zitronen auf dem Boden. Nelson sagte: „Ich habe sie mit der Schale und allem drum und dran gegessen, damit ich nichts verschwende.“

In seiner Verzweiflung versuchte er, eine im Zelt zurückgelassene Decke zu benutzen, um die Menschen an der Festlandsküste auf sich aufmerksam zu machen. Aber sie konnten ihn so weit entfernt nicht entdecken, und da er keine andere Wahl hatte, versuchte er, zum Strand von Grumani zurückzuschwimmen.

Er fügte hinzu: „Ich schaffte die halbe Strecke, aber die Flut zog mich immer wieder Meer.“

Irgendwann ließ ich mich fallen und sagte mir: „Was immer Gott jetzt will, er kann mich zu sich nehmen.“ Schließlich gelang er wieder auf die verlassene Insel.

Bei einem zweiten Fluchtversuch versuchte Nelson, ein Stück Styropor und Sperrholz als Brett zu benutzen – aber die Strömung war zu stark.

Hungrig und durstig trank er Meerwasser und versuchte sogar, Holzkohle zu essen, nachdem er gesehen hatte, dass Affen davon naschten. Er sagte: „Aber das trocknete meinen Mund nur noch mehr aus.“

Doch am Samstag wendete sich Nelsons Glück, als er in der Nähe der Insel eine Gruppe von Menschen auf Jet-Skis fahren sah. Er winkte der Gruppe verzweifelt mit seinem T-Shirt zu, die ihn zum Glück entdeckte.

Nelson wurde dann mit dem Flugzeug von der Insel geflogen und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Er wurde noch am selben Tag wieder entlassen.

YY