Zwei Künstlerinnen präsentieren im Kunsthaus Collagen und Soundinstallationen zu vielschichtigen Themen wie Liebe, Flucht und Erinnerung. Ihre Werke vereinen Malerei, Grafik, Skulptur und Performance zu einem Gesamtkunstwerk.
Galerien in Fürstenfeldbruck am 03.07.26: Und die Blumen riechen trotzdem

Zwei Künstlerinnen verschiedener Generation bespielen gemeinsam das Kunsthaus: Renate Gier-Francke mit federleichten Collagen zu oft bedeutungsschweren Texten und Giulia Zabarella mit einer raumfüllenden Soundinstallation zu Eindrücken und Begegnungen aus dem Südkaukasus. Themen wie Liebe, Flucht und Erinnerung fließen in Malerei, Grafik, Skulptur, Sound und Performance ein.
Für ihre Collagen schreibt die Künstlerin Renate Gier-Francke Textfragmente ohne Punkt und Komma mit Pinsel und Farbe auf feines Japanpapier, unterlegt Teile mit Blattsilber, fügt Bilder hinzu und lässt die Schichten mit Wachs zu einem Ganzen verschmelzen. In ihren skulpturalen Arbeiten verbinden sich einzelne Buchstaben zu raumfüllenden Architekturen. Seit vielen Jahren setzt sich Gier-Francke mit den Gedichten von Paul Celan und Ingeborg Bachmann auseinander, deren literarisches Werk von den Erfahrungen des Nationalsozialismus geprägt ist. Auch das jahrtausendealte Gilgamesch-Epos, das die Suche des jungen Königs von Uruk nach Unsterblichkeit erzählt, dient ihr als Inspirationsquelle.
Wo Gier-Francke mit literarischen Zeugnissen arbeitet, wendet sich Giulia Zabarella in Performances oder Sound- und Videoarbeiten den physischen Räumen zu, die Geschichten in sich tragen. Im Rahmen einer Residency in Georgien und Aserbaidschan macht sie sich 2019 auf die Suche nach Erzählungen und Eindrücken zum Thema Grenze, zu vergessenen Räumen, verlassenen Häusern und Ruinen. Ihre Soundarbeit „Come to the places of pain“ bringt ihre eigene Lebenswelt mit Eindrücken aus dem Südkaukasus in einen poetischen Zusammenklang. Dazu tauchen auf geknüllten Zetteln Erinnerungsfragmente auf, die auch die Betrachter*innen zu Fragen anregen: Wie ist der uns selbst umgebende Raum geprägt, welche Geschichten sind hier verborgen oder verschwunden? Teil der Arbeit „Come to the places of pain“ ist eine Autofahrt durch den Stadtraum, die am Eröffnungsabend auch durch Fürstenfeldbruck führen wird.
Galerien
6.00 €
Museum Fürstenfeldbruck
Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 7e, 82256, Fürstenfeldbruck
Fr. 03.07.26 13:00
Bewertungen
Die Bewertungen für das Museum Fürstenfeldbruck zeigen, dass die Ausstellung sehr gut gestaltet ist und einen tiefen Einblick in die Kriegsjahre und die Anfangszeit der Weimarer Republik bietet. Besucher loben die Ruhe und die Möglichkeit, die Ausstellung in aller Ruhe zu erkunden.
Die Ausstellung „Pumuckl und mehr“ wird als ein Muss für alle Pumucklfans beschrieben, mit alten Requisiten zum Anfassen, einem Pumucklquiz und vielen Informationen über die Serie und ihre Schöpfer. Besucher jeden Alters werden gleichermaßen angesprochen.
Die Ausstellung „Gefilde und Gebilde“ im selben Gebäude beeindruckt mit Gemälden und Konstruktionen, die durch perfekte Darstellung und Liebe zum Detail auffallen. Besucher loben auch die Pumuckl-Ausstellung und das gesamte Museum.
Das Venue erhält insgesamt eine Bewertung von 4,60/5 Sternen.









