Zwei Künstlerinnen präsentieren im Kunsthaus ihre Werke: Renate Gier-Francke mit Collagen und Giulia Zabarella mit einer Soundinstallation aus dem Südkaukasus. Liebe, Flucht und Erinnerung fließen in verschiedene Kunstformen ein.
Galerien in Fürstenfeldbruck am 08.05.26: Und die Blumen riechen trotzdem

Zwei Künstlerinnen verschiedener Generation bespielen gemeinsam das Kunsthaus: Renate Gier-Francke mit federleichten Collagen zu oft bedeutungsschweren Texten und Giulia Zabarella mit einer raumfüllenden Soundinstallation zu Eindrücken und Begegnungen aus dem Südkaukasus. Themen wie Liebe, Flucht und Erinnerung fließen in Malerei, Grafik, Skulptur, Sound und Performance ein.
Für ihre Collagen schreibt die Künstlerin Renate Gier-Francke Textfragmente ohne Punkt und Komma mit Pinsel und Farbe auf feines Japanpapier, unterlegt Teile mit Blattsilber, fügt Bilder hinzu und lässt die Schichten mit Wachs zu einem Ganzen verschmelzen. In ihren skulpturalen Arbeiten verbinden sich einzelne Buchstaben zu raumfüllenden Architekturen. Seit vielen Jahren setzt sich Gier-Francke mit den Gedichten von Paul Celan und Ingeborg Bachmann auseinander, deren literarisches Werk von den Erfahrungen des Nationalsozialismus geprägt ist. Auch das jahrtausendealte Gilgamesch-Epos, das die Suche des jungen Königs von Uruk nach Unsterblichkeit erzählt, dient ihr als Inspirationsquelle.
Wo Gier-Francke mit literarischen Zeugnissen arbeitet, wendet sich Giulia Zabarella in Performances oder Sound- und Videoarbeiten den physischen Räumen zu, die Geschichten in sich tragen. Im Rahmen einer Residency in Georgien und Aserbaidschan macht sie sich 2019 auf die Suche nach Erzählungen und Eindrücken zum Thema Grenze, zu vergessenen Räumen, verlassenen Häusern und Ruinen. Ihre Soundarbeit „Come to the places of pain“ bringt ihre eigene Lebenswelt mit Eindrücken aus dem Südkaukasus in einen poetischen Zusammenklang. Dazu tauchen auf geknüllten Zetteln Erinnerungsfragmente auf, die auch die Betrachter*innen zu Fragen anregen: Wie ist der uns selbst umgebende Raum geprägt, welche Geschichten sind hier verborgen oder verschwunden? Teil der Arbeit „Come to the places of pain“ ist eine Autofahrt durch den Stadtraum, die am Eröffnungsabend auch durch Fürstenfeldbruck führen wird.
Galerien
6.00 €
Museum Fürstenfeldbruck
Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 7e, 82256, Fürstenfeldbruck
Fr. 08.05.26 13:00
Bewertungen
Das Museum hat eine Vielzahl interessanter Ausstellungen zu bieten, die gut gestaltet und informativ sind. Es gibt Ausstellungen über die Goldenen 20er Jahre, die Kriegsjahre nach dem Ersten Weltkrieg, Pumuckl und mehr sowie Gemälde und Konstruktionen. Besucher loben die liebevolle Gestaltung der Ausstellungen und die Möglichkeit, in Ruhe die Exponate zu betrachten. Es gibt auch interaktive Elemente wie ein Pumucklquiz und Bastel- und Spielecken. Die Vielfalt der Ausstellungen und die Qualität der Präsentationen machen das Museum zu einem lohnenswerten Besuch.
Das Museum wird insgesamt mit 4,60/5 Sternen bewertet.









