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Galerien in Fürstenfeldbruck am 22.05.26: Und die Blumen riechen trotzdem

Zwei Künstlerinnen präsentieren im Kunsthaus Collagen und Soundinstallationen zu unterschiedlichen Themen, inspiriert von Literatur und physischen Räumen. Die Werke verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk voller Bedeutung.

Foto: TwoTickets.de / Unsplash

Zwei Künstlerinnen verschiedener Generation bespielen gemeinsam das Kunsthaus: Renate Gier-Francke mit federleichten Collagen zu oft bedeutungsschweren Texten und Giulia Zabarella mit einer raumfüllenden Soundinstallation zu Eindrücken und Begegnungen aus dem Südkaukasus. Themen wie Liebe, Flucht und Erinnerung fließen in Malerei, Grafik, Skulptur, Sound und Performance ein.

 

Für ihre Collagen schreibt die Künstlerin Renate Gier-Francke Textfragmente ohne Punkt und Komma mit Pinsel und Farbe auf feines Japanpapier, unterlegt Teile mit Blattsilber, fügt Bilder hinzu und lässt die Schichten mit Wachs zu einem Ganzen verschmelzen. In ihren skulpturalen Arbeiten verbinden sich einzelne Buchstaben zu raumfüllenden Architekturen. Seit vielen Jahren setzt sich Gier-Francke mit den Gedichten von Paul Celan und Ingeborg Bachmann auseinander, deren literarisches Werk von den Erfahrungen des Nationalsozialismus geprägt ist. Auch das jahrtausendealte Gilgamesch-Epos, das die Suche des jungen Königs von Uruk nach Unsterblichkeit erzählt, dient ihr als Inspirationsquelle.

 

Wo Gier-Francke mit literarischen Zeugnissen arbeitet, wendet sich Giulia Zabarella in Performances oder Sound- und Videoarbeiten den physischen Räumen zu, die Geschichten in sich tragen. Im Rahmen einer Residency in Georgien und Aserbaidschan macht sie sich 2019 auf die Suche nach Erzählungen und Eindrücken zum Thema Grenze, zu vergessenen Räumen, verlassenen Häusern und Ruinen. Ihre Soundarbeit „Come to the places of pain“ bringt ihre eigene Lebenswelt mit Eindrücken aus dem Südkaukasus in einen poetischen Zusammenklang. Dazu tauchen auf geknüllten Zetteln Erinnerungsfragmente auf, die auch die Betrachter*innen zu Fragen anregen: Wie ist der uns selbst umgebende Raum geprägt, welche Geschichten sind hier verborgen oder verschwunden? Teil der Arbeit „Come to the places of pain“ ist eine Autofahrt durch den Stadtraum, die am Eröffnungsabend auch durch Fürstenfeldbruck führen wird.

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Genre:

Galerien
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Tickets:

6.00 €
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Veranstalter:

Museum Fürstenfeldbruck
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Veranstaltungsort:

Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 7e, 82256, Fürstenfeldbruck
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Termin:

Fr. 22.05.26 13:00

Bewertungen

Das Museum hat eine Vielzahl interessanter Ausstellungen zu bieten, die gut gestaltet und informativ sind. Besucher loben die Präsentation der Goldenen 20iger Jahre sowie die Ausstellung über die Kriegsjahre nach dem Ersten Weltkrieg. Die Räume sind ansprechend gestaltet und vermitteln eindrücklich die Folgen des Krieges und die Anfangszeit der Weimarer Republik. Ein Besuch lohnt sich, um auch den Irrsinn des Krieges zu verstehen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, die Ausstellung in Ruhe zu besuchen, ohne von anderen Besuchern gestört zu werden.

Die Ausstellung über Pumuckl ist ein Highlight für Fans jeden Alters. Die liebevoll gestaltete Ausstellung bietet einen Einblick in die Welt des kleinen Kobolds und seiner Schöpferin Elli Kaut. Es gibt zahlreiche Informationen, alte Requisiten zum Anfassen und sogar die Möglichkeit, selbst in die Rolle von Pumuckl zu schlüpfen. Ein Muss für alle Pumuckl-Fans!

Insgesamt bietet das Museum eine vielseitige Auswahl an Ausstellungen, darunter auch Gemälde und Konstruktionen, die beeindruckend sind. Besucher loben die perfekte perspektivische Darstellung der Stücke und die Möglichkeit, die Details zu erkunden. Die liebevoll gestaltete Pumuckl-Ausstellung sowie das gesamte Museum sind einen Besuch wert.

Das Museum wird insgesamt mit 4,60/5 Sternen bewertet.

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