Zwei Künstlerinnen präsentieren im Kunsthaus ihre Werke: Renate Gier-Francke mit Collagen und Giulia Zabarella mit einer Soundinstallation aus dem Südkaukasus. Themen wie Liebe und Erinnerung fließen in ihre Kunst ein.
Galerien in Fürstenfeldbruck am 24.04.26: Und die Blumen riechen trotzdem

Zwei Künstlerinnen verschiedener Generation bespielen gemeinsam das Kunsthaus: Renate Gier-Francke mit federleichten Collagen zu oft bedeutungsschweren Texten und Giulia Zabarella mit einer raumfüllenden Soundinstallation zu Eindrücken und Begegnungen aus dem Südkaukasus. Themen wie Liebe, Flucht und Erinnerung fließen in Malerei, Grafik, Skulptur, Sound und Performance ein.
Für ihre Collagen schreibt die Künstlerin Renate Gier-Francke Textfragmente ohne Punkt und Komma mit Pinsel und Farbe auf feines Japanpapier, unterlegt Teile mit Blattsilber, fügt Bilder hinzu und lässt die Schichten mit Wachs zu einem Ganzen verschmelzen. In ihren skulpturalen Arbeiten verbinden sich einzelne Buchstaben zu raumfüllenden Architekturen. Seit vielen Jahren setzt sich Gier-Francke mit den Gedichten von Paul Celan und Ingeborg Bachmann auseinander, deren literarisches Werk von den Erfahrungen des Nationalsozialismus geprägt ist. Auch das jahrtausendealte Gilgamesch-Epos, das die Suche des jungen Königs von Uruk nach Unsterblichkeit erzählt, dient ihr als Inspirationsquelle.
Wo Gier-Francke mit literarischen Zeugnissen arbeitet, wendet sich Giulia Zabarella in Performances oder Sound- und Videoarbeiten den physischen Räumen zu, die Geschichten in sich tragen. Im Rahmen einer Residency in Georgien und Aserbaidschan macht sie sich 2019 auf die Suche nach Erzählungen und Eindrücken zum Thema Grenze, zu vergessenen Räumen, verlassenen Häusern und Ruinen. Ihre Soundarbeit „Come to the places of pain“ bringt ihre eigene Lebenswelt mit Eindrücken aus dem Südkaukasus in einen poetischen Zusammenklang. Dazu tauchen auf geknüllten Zetteln Erinnerungsfragmente auf, die auch die Betrachter*innen zu Fragen anregen: Wie ist der uns selbst umgebende Raum geprägt, welche Geschichten sind hier verborgen oder verschwunden? Teil der Arbeit „Come to the places of pain“ ist eine Autofahrt durch den Stadtraum, die am Eröffnungsabend auch durch Fürstenfeldbruck führen wird.
Galerien
6.00 €
Museum Fürstenfeldbruck
Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 7e, 82256, Fürstenfeldbruck
Fr. 24.04.26 13:00
Bewertungen
Die Bewertungen für dieses Veranstaltungsort sind durchweg positiv. Besucher loben die interessanten und gut erklärten Ausstellungen, die in den schön gestalteten Räumen präsentiert werden. Die Vielfalt der Themen, von der Weimarer Republik über den Zweiten Weltkrieg bis hin zu Pumuckl, wird als sehr gelungen empfunden. Besonders hervorgehoben wird die Möglichkeit, die Ausstellungen in Ruhe und ohne großen Andrang besuchen zu können.
Die Ausstellungen werden als ansprechend und liebevoll gestaltet beschrieben, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Besucher aller Altersgruppen können sich an den verschiedenen Exponaten erfreuen und in die Welt der Kunst und Unterhaltung eintauchen. Die Vielfalt an Informationen und die Möglichkeit, interaktiv an Aktivitäten teilzunehmen, machen den Besuch zu einem lohnenswerten Erlebnis.
Insgesamt wird dieser Veranstaltungsort mit 4,60 von 5 Sternen bewertet, was auf die hohe Qualität der Ausstellungen und die angenehme Atmosphäre im Museum hinweist.









