Louise reflektiert über Beziehungen im Wald, um wahre Nähe zu finden. Mit Faust und anderen Außenseitern überwindet sie Bindungsängste und Einsamkeit.
Theater in München am 01.10.26: Philophobia

Louise ist alleine im Wald. Sie hat sich in die Natur zurückgezogen, um in Ruhe über ihre Beziehung nachzudenken: Was will sie von der Zweisamkeit und wie sieht wirkliche Nähe aus? Als sie jedoch aus ihrem Zelt tritt, ist sie plötzlich nicht mehr alleine: 200 Fremde blicken sie erwartungsvoll an, treten aber nicht in Kontakt mit ihr. Zu Hilfe eilt Faust, der sich mit diesen „Anderen“ auskennt und vermeintlich auch mit der Liebe. Während die beiden über die penetranten Beobachter*innen und Bindungsängste diskutieren, legt sich allmählich die Nacht über den Wald und aus dem Dunkel tauchen weitere Gestalten auf: Eros und Tana, zwei Aliens auf einer geheimen Mission; Vampira, die sich ihr Gegenüber einverleibt und der Roboter Maria, der die Ankunft eines Mediators prophezeit.
In seiner ersten Arbeit am Münchner Volkstheater versammelt der Regisseur und Performancekünstler Heiki Riipinen die von der Gesellschaft als „anders“ Stigmatisierten am Lagerfeuer. In neuer Verbundenheit versuchen sie, die Angst vor der Liebe zu überkommen, um nicht länger allein zu sein. Alle in dieser fremdartigen Schicksalsgemeinschaft bringen eine eigene Geschichte vom Wunsch nach Verbindung und dessen Scheitern mit.
Sitzgelegenheiten auf Teppich, Sitzsäcken und Stühlen.
Theater
28.00-28.00 €
Münchner Volkstheater GmbH
Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29, 80337, München
Do. 01.10.26 20:00
Bewertungen
Das Venue wird als ein Ort mit einem grandiosen Ensemble und erstklassiger Unterhaltung beschrieben. Die Schauspielerinnen und Schauspieler setzen sich spürbar mit ihren Rollen auseinander und verkörpern sie mit viel Tiefe, Witz und Leidenschaft. Die Chemie auf der Bühne ist perfekt und die Spielfreude ist ansteckend. Es handelt sich um einen rundum gelungenen, dynamischen Abend, der einfach nur Spaß macht.
Des Weiteren wird das Venue als ein Ort beschrieben, an dem interessante Stücke aufgeführt werden. Es wird empfohlen, sich vorher über die Handlung zu informieren, um das Stück besser zu verstehen. Die Plätze in der 5. Reihe werden als sehr gut bewertet.
Ein weiteres Review beschreibt das Venue als einen Ort, an dem bewegende Stücke aufgeführt werden, die betroffen machen. Es wird besonders hervorgehoben, dass die Opfer und ihre Angehörigen im Mittelpunkt stehen. Nach der Aufführung gab es ein interessantes Nachgespräch mit den Eltern der getöteten Jugendlichen, die über ungeklärte Fragen und fehlende Aufarbeitung des OEZ-Attentats sprachen.
Weiterhin wird das Venue als ein Ort mit einer tollen Inszenierung beschrieben. Die Aufführung wird als bildgewaltiger, düsterer Thriller mit einem herausragenden Ensemble beschrieben. Es handelt sich um eine beklemmende und perfekt umgesetzte Inszenierung.
Zusätzlich wird das Venue als ein Ort beschrieben, an dem sehenswerte Inszenierungen aufgeführt werden. Es handelt sich um ein Stück, das aktuelle politische Themen aufgreift und mit Faschismus, Korruption und aktuellen politischen Situationen spielt.
Das Venue wird insgesamt mit 4,55/5 Sternen bewertet.









