Am 22. Juli 2016 wurden neun junge Münchner*innen aus rassistischen Motiven getötet. Die Tat wurde später als rechtsextremistisch eingestuft.
Theater in München am 04.07.26: Offene Wunde

Am 22. Juli 2016 tötet ein Attentäter aus rassistischen Motiven neun junge Münchner*innen am Olympiaeinkaufszentrum: Armela, Can, Dijamant, Guiliano, Hüseyin, Roberto, Sabine, Selçuk und Sevda. Danach richtet er sich selbst hin. Fast alle Ermordeten sind in München geboren und aufgewachsen. Sechs der neun Todesopfer sind Muslime, ein Todesopfer ist Roma und ein Todesopfer ist Sinto. Die Ermittlungsbehörden sowie der bayerische Verfassungsschutz stufen die Tat zunächst nicht als politisch motivierten Anschlag ein, sondern als Amoklauf, obwohl die rechtsextreme Gesinnung des Täters bekannt war. Erst drei Jahre nach der Tat schließen sich die bayerischen Sicherheitsbehörden der Einschätzung des Bundesamtes für Justiz an und ordnen den Anschlag als rechtsextremistische Tat ein, nicht zuletzt aufgrund der Beharrlichkeit der Angehörigen.
Tunay Önder und Christine Umpfenbach entwickeln basierend auf Gesprächen mit den Angehörigen einen Theaterabend, der vom (Weiter-)Leben der Angehörigen und Opfer erzählt. Durch Gespräche mit Rechtsanwält*innen, Politiker*innen und Mitarbeiter*innen von Sicherheitsbehörden machen Önder und Umpfenbach das gesellschaftliche Umfeld sichtbar, in dem Rassismus gedeiht und immer wieder tödlich endet. „Offene Wunde“ erinnert an die Ermordeten, die weiterleben, solange wir sie nicht vergessen.
Mit freundlicher Unterstützung der Angehörigen, der Initiative „München OEZ erinnern“, dem Kulturreferat und der Fachstelle für Demokratie und dem Pädagogischen Institut Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement, Referat für Bildung und Sport LHM.
1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung
Uraufführung
Premiere am 24. April 2025
Hinweis zur Inszenierung:
Auf sprachlicher Ebene werden sehr explizit Gewalt, Mord, der Einsatz von Schusswaffen, Rassismus und rechter Terror geschildert.
Theater
15.00-31.00 €
Münchner Volkstheater GmbH
Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29, 80337, München
Sa. 04.07.26 20:00
Bewertungen
Das Volkstheater wird insgesamt sehr positiv bewertet, mit einer Gesamtbewertung von 4,73/5 Sternen. Die Inszenierungen werden als sehenswert, spannend und mit viel Tiefgang beschrieben. Die Bühnenbilder sind kreativ und beeindruckend, wie beispielsweise ein Sumpf mit echtem Wasser oder schwarz-weiß Filmaufnahmen. Die Schauspieler werden als hervorragend gelobt, auch wenn die Geschichten manchmal etwas unglaubwürdig sind. Es wird empfohlen, sich die Aufführungen anzusehen, da die Qualität und Spannung selten zu finden sind. Insgesamt wird das Volkstheater als ein Ort beschrieben, an dem man beeindruckende und anspruchsvolle Inszenierungen erleben kann, die zum Nachdenken anregen.









