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Theater in München am 12.11.26: Lichtspiel

Ein gescheiterter Neuanfang in Hollywood führt Filmregisseur Pabst zurück ins nationalsozialistische Deutschland. Christian Stückls Bühnenfassung von Kehlmanns Roman erkundet den Preis künstlerischer Anpassung.

Foto: TwoTickets.de / Unsplash

3 Stunden 5 Minuten, eine Pause

Uraufführung

Premiere am 31. Oktober 2024

Georg Wilhelm Pabst ist einer der erfolgreichsten Regisseure der Weimarer Republik. Als “Meister des Schnitts” wird er bezeichnet oder wegen seiner politischen Filme als “der rote Pabst”. Als er allerdings Anfang der dreißiger Jahre nach Amerika emigriert, nützt ihm der Ruhm der Weimarer Republik wenig. Immer wieder wird er mit bekannteren Kollegen verwechselt, die Warner Brothers bieten ihm zwar einen Film an, dieser floppt jedoch an den Kassen und bei der Kritik. Und so macht sich Pabst kurz darauf zusammen mit seiner Familie zu einer besonderen Rückreise auf: während die meisten anderen Kunstschaffenden ins Ausland fliehen, folgt er einer Einladung von Goebbels’ Filmindustrie und kehrt ins Deutsche Reich zurück. Dort wartet ein Pakt mit dem Teufel auf ihn. Der Familiensitz ist in der Hand vom nationalsozialistischen Haushälter und die künstlerische Arbeit, die ihm angeboten wird, soll selbstverständlich linientreu sein. Währenddessen werden auch seine Frau Trude und sein Sohn Jakob von verschiedenen Bereichen des Nazisystems vereinnahmt.

Daniel Kehlmanns gefeierter Roman erzählt von Selbstverrat, dem Streben nach Ruhm um jeden Preis und dem Selbstverlust, der damit einhergeht. Christian Stückl bringt den Bestseller nun erstmals auf die Bühne.

Regie: Christian Stückl

Bühne und Kostüme: Stefan Hageneier

Mitarbeit Kostüme: Paula de la Haye

Musik: Tom Zimmer

Video: Max Bloching

Lichtdesign: David Jäkel

Dramaturgie: Leon Frisch

Regieassistenz: Malte Buchloh

Bühnenbildassistenz: Philine Schneider

Kostümassistenz: Julie Fritsch

Besetzung

G.W. Pabst: Silas Breiding

Gertrude Pabst: Carolin Hartmann

Jakob Pabst / Kuno Krämer: Cedric Stern

Franz Wilzek: Nils Karsten

Rosenzweig: Jawad Rajpoot

Leni Riefenstahl / Louise Brooks / Ilse Hochfeld: Ninsch Noé Stehlin

Karl Jerzabek / Walter Mehring: Jonathan Müller

Liesl Jerzabek / Maria Cornetti / Elisabeth Markus / Thea Heuser: Maximiliane Haß

Warner / Der Minister / Carl Zuckmayer / Felix / Paul Wegener: Jan Meeno Jürgens

Hinweise zur Inszenierung

  • Die Inszenierung thematisiert Krieg, Tod und Antisemitismus
  • Der Roman “Lichtspiel”, auch wenn er sich in Vielem an den Lebensgeschichten des historischen G. W. Pabst und seiner Familie orientiert, ist ein Werk der Fiktion; so gab es etwa keinen Sohn mit Namen Jakob. Pabsts Filme sind bis heute zugänglich; allein “Der Fall Molander”, gedreht in den letzten Kriegsmonaten in Prag, gilt als verschollen. Über die Umstände der Dreharbeiten ist praktisch nichts bekannt.
  • Auf der Bühne kommt es zum Einsatz von Zigaretten
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Genre:

Theater
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Tickets:

15.00-43.00 €
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Veranstalter:

Münchner Volkstheater GmbH
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Veranstaltungsort:

Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29, 80337, München
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Termin:

Do. 12.11.26 19:30

Bewertungen

Die Spielstätte wird mit 4,67 von 5 Sternen bewertet. In den Rezensionen wird die gute Bühnentechnik hervorgehoben. Die Bühne bietet Raum für unterschiedliche Gestaltungskonzepte, von reduzierten Aufbauten mit Leinwand und Klavier bis hin zu beweglichen Bühnenbildern und Live-Musik.

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