Georg Wilhelm Pabst wird als „Meister des Schnitts“ und „der rote Pabst“ bezeichnet. Seine politischen Filme haben jedoch wenig Erfolg in Amerika.
Theater in München am 13.06.26: Lichtspiel

3 Stunden 5 Minuten, eine Pause
Uraufführung
Premiere am 31. Oktober 2024
Georg Wilhelm Pabst ist einer der erfolgreichsten Regisseure der Weimarer Republik. Als „Meister des Schnitts“ wird er bezeichnet oder wegen seiner politischen Filme als „der rote Pabst“. Als er allerdings Anfang der dreißiger Jahre nach Amerika emigriert, nützt ihm der Ruhm der Weimarer Republik wenig. Immer wieder wird er mit bekannteren Kollegen verwechselt, die Warner Brothers bieten ihm zwar einen Film an, dieser floppt jedoch an den Kassen und bei der Kritik. Und so macht sich Pabst kurz darauf zusammen mit seiner Familie zu einer besonderen Rückreise auf: während die meisten anderen Kunstschaffenden ins Ausland fliehen, folgt er einer Einladung von Goebbels‘ Filmindustrie und kehrt ins Deutsche Reich zurück. Dort wartet ein Pakt mit dem Teufel auf ihn. Der Familiensitz ist in der Hand vom nationalsozialistischen Haushälter und die künstlerische Arbeit, die ihm angeboten wird, soll selbstverständlich linientreu sein. Währenddessen werden auch seine Frau Trude und sein Sohn Jakob von verschiedenen Bereichen des Nazisystems vereinnahmt.
Daniel Kehlmanns gefeierter Roman erzählt von Selbstverrat, dem Streben nach Ruhm um jeden Preis und dem Selbstverlust, der damit einhergeht. Christian Stückl bringt den Bestseller nun erstmals auf die Bühne.
Regie: Christian Stückl
Bühne und Kostüme: Stefan Hageneier
Mitarbeit Kostüme: Paula de la Haye
Musik: Tom Zimmer
Video: Max Bloching
Lichtdesign: David Jäkel
Dramaturgie: Leon Frisch
Regieassistenz: Malte Buchloh
Bühnenbildassistenz: Philine Schneider
Kostümassistenz: Julie Fritsch
Besetzung
G.W. Pabst: Silas Breiding
Gertrude Pabst: Carolin Hartmann
Jakob Pabst / Kuno Krämer: Cedric Stern
Franz Wilzek: Nils Karsten
Rosenzweig: Jawad Rajpoot
Leni Riefenstahl / Louise Brooks / Ilse Hochfeld: Ninsch Noé Stehlin
Karl Jerzabek / Walter Mehring: Jonathan Müller
Liesl Jerzabek / Maria Cornetti / Elisabeth Markus / Thea Heuser: Maximiliane Haß
Warner / Der Minister / Carl Zuckmayer / Felix / Paul Wegener: Jan Meeno Jürgens
Hinweise zur Inszenierung
- Die Inszenierung thematisiert Krieg, Tod und Antisemitismus
- Der Roman „Lichtspiel“, auch wenn er sich in Vielem an den Lebensgeschichten des historischen G. W. Pabst und seiner Familie orientiert, ist ein Werk der Fiktion; so gab es etwa keinen Sohn mit Namen Jakob. Pabsts Filme sind bis heute zugänglich; allein „Der Fall Molander“, gedreht in den letzten Kriegsmonaten in Prag, gilt als verschollen. Über die Umstände der Dreharbeiten ist praktisch nichts bekannt.
- Auf der Bühne kommt es zum Einsatz von Zigaretten
Theater
15.00-43.00 €
Münchner Volkstheater GmbH
Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29, 80337, München
Sa. 13.06.26 19:30
Bewertungen
Das Theater wird von den Besuchern als ein Ort mit beeindruckender schauspielerischer Leistung und spannenden Inszenierungen beschrieben. Die Stücke behandeln aktuelle Themen und stellen kluge Fragen zur Moral und zur Zukunft. Die Theaterinszenierungen werden als bildgewaltig und emotional packend beschrieben. Es wird betont, dass die Qualität und Spannung der Aufführungen selten zu sehen ist.
Die Bühnenbilder werden als düster und fesselnd beschrieben, wobei auch Elemente wie Filmaufnahmen integriert werden, um das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln zu zeigen. Die Schauspieler werden für ihre hervorragende Leistung gelobt, obwohl es auch kritische Anmerkungen zur Glaubwürdigkeit der Geschichten gibt. Dennoch wird empfohlen, sich die Aufführungen unbedingt anzuschauen.
Die Inszenierungen werden als schaurig-schön und mit viel Tiefgang beschrieben. Es wird auf die Mischung aus Melancholie und Pop-Ästhetik hingewiesen, die trotz technischer Kälte emotional packend bleibt. Die Theaterstücke regen zum Nachdenken über die Zukunft an und werden als absolut sehenswert bezeichnet.
Insgesamt wird das Theater als ein Ort mit abwechslungsreichen Inszenierungen beschrieben, die gesellschaftliche Themen kritisch beleuchten. Es wird betont, dass die Stücke eindrücklich und mit kargen Stilmitteln inszeniert sind, um die Zuschauer zu bewegen und zum Nachdenken anzuregen.
Das Theater wird insgesamt mit 4,70/5 Sternen bewertet.









