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Theater in München am 14.03.26: Caligula

Caligula trauert um seine Schwester und stürzt in eine existenzielle Krise. Seine Willkürherrschaft wird zu einem radikalen Experiment, das den Wahnsinn der Macht offenbart.

Foto: TwoTickets.de / Unsplash

Der Kaiser trauert. Caligula gilt als die Hoffnung des römischen Reiches, ein gewissenhafter junger Herrscher mit den besten Absichten. Doch der Tod seiner geliebten Schwester Drusilla stürzt ihn in eine tiefe Krise. „Die Menschen sterben, und sie sind nicht glücklich“, stellt er trocken fest. Diese schlichte Erkenntnis weitet sich jedoch aus zu einer grundsätzlichen Infragestellung der menschlichen Existenz, der Moral und der Gesellschaft. Was für einen Sinn hat unser Streben? Und welchen Sinn kann ein allmächtiger Herrscher in seinem Tun finden? Seine Willkürherrschaft wird zu einem radikalen Experiment, nach dem Unmöglichen zu streben, das dabei aber vielmehr den Wahnsinn der absoluten Macht offenbart. So gibt er seinen Feinden immer mehr Grund, seine Ermordung zu planen.

Die Willkürherrschaft hat heutzutage wieder Hochkonjunktur. Wir erleben ein Comeback der Autokratie. Hinter der politischen Dimension steht in Camus‘ Stück jedoch immer auch das Existenzielle. Er selbst bezeichnete sein erstes Drama als eine „Tragödie der Erkenntnis“. Sämtliche Illusionen werden von Camus wie von Caligula zerschlagen. Die Theatralität und Maskenhaftigkeit der Gesellschaft werden immer wieder entlarvt, während der Kaiser sich als totaler Regisseur geriert und doch steht hinter der trauernden Figur die tiefe Sehnsucht nach einer unerreichbaren Freiheit, einem Ausweg aus der Absurdität der Welt.

2 Stunden, keine Pause
Premiere am 23. Januar 2025

 

Regie: Ran Chai Bar-zvi
Bühne: Ansgar Prüwer
Kostüme: Marilena Büld
Musik: Evelyn Saylor
Lichtdesign: Anton Burgstaller
Dramaturgie: Leon Frisch
Regieassistenz: Malte Buchloh
Bühnenbildassistenz: Matteo Marangoni
Kostümassistenz: Julie Fritsch

BESETZUNG

Caligula: Steffen Link
Caesonia: Maximiliane Haß
Helicon: Jonathan Müller
Scipio: Anton Nürnberg
Cherea: Silas Breiding
Alter Patrizier: Liv Stapelfeldt
Mucius: Cedric Stern
Lepidus: Nils Karsten

HINWEISE ZUR INSZENIERUNG

  • Darstellung von physischer und sexueller Gewalt
  • Einsatz von Schreckschusswaffen
  • Einsatz von Zigaretten
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Genre:

Theater
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Tickets:

15.00-43.00 €
Organizer Icon
Veranstalter:

Münchner Volkstheater GmbH
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Veranstaltungsort:

Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29, 80337, München
Date Icon
Termin:

Sa. 14.03.26 19:30

Bewertungen

Das Theater, in dem die Veranstaltung stattfand, wird als ein Ort beschrieben, der mit schlichten Bühnenbildern und einer gelungenen Regie überzeugt. Die schauspielerische Leistung wird als sehr gut und sehenswert gelobt. Zudem wird die Inszenierung als ansprechend und zum Nachdenken anregend beschrieben.

Die Besucher waren von der Darstellung des Theaterstücks begeistert und empfehlen es weiter. Einige erwähnen auch die Aktualität des Stücks trotz seines Alters von über 100 Jahren. Die Atmosphäre im Theater wird als angenehm und unterhaltsam beschrieben.

Insgesamt erhält das Theater eine Bewertung von 4,65/5 Sternen, basierend auf den positiven Erfahrungen der Besucher.

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