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Theater in München am 18.03.25: Das Käthchen von Heilbronn

Heinrich von Kleists „Käthchen von Heilbronn“ wird als sein romantischstes und märchenhaftestes Stück bezeichnet. Die Welt bei Kleist ist in Aufruhr, doch Käthchen bleibt beharrlich und überzeugend.

Foto: TwoTickets.de / Unsplash

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Bei keinem anderen Stück Heinrich von Kleists werden so viele Superlative bemüht wie bei seinem «Käthchen von Heilbronn». Es sei nicht nur das erfolgreichste, sondern auch das romantischste, märchenhafteste und gleichzeitig rätselhafteste, das er geschrieben habe. Und tatsächlich fährt Kleist alles auf, was das Theater 1807 zu bieten hat: ein geheimnisvolles Femegericht, Ritterkämpfe, ein brennendes Schloss, einen Cherub, dazu hinterhältige Intrigen, einen Giftanschlag und eine Unmenge vertauschter Briefe. Die Welt bei Kleist, so scheint es, ist in Aufruhr. Einzig Käthchen, die Tochter eines Heilbronner Waffenschmieds, lässt sich durch nichts beirren. Zielstrebig geht sie den Weg, der sich ihr im Traum offenbart hat. Sie heftet sich an die Fersen des Grafen Wetter vom Strahl, der ihr in besagtem Traum als ihre große Liebe prophezeit wurde. Doch gerade weil die Welt um Käthchen so chaotisch und märchenhaft erscheint, wirkt ihre Beharrlichkeit und Überzeugung umso authentischer.

Für Elsa-Sophie Jach, Hausregisseurin am Residenztheater, ist Käthchen das Alter Ego ihres Schöpfers. Auch Kleist fühlte sich missverstanden und galt vielen als Sonderling, der trotz einiger Enttäuschungen fest an seinen Weg als Autor glaubte. Sein Käthchen ist wie er eine Kämpferin des Worts und der Poesie. Und sie ist seine Verbündete auf der Suche nach einem Gegenüber, mit dem es sich zu leben lohnt.

«Kleists Figuren tanzen zwischen den Wörtern hindurch und können doch nicht sprechen. Sie reden um ihr Leben, stottern, schlingern, atmen schwer, brechen ab und schweigen. Immer wieder fallen sie in Ohnmacht. Der Bruch in der Sprache wird zum eigentlichen Inhalt des Gesagten, das Auftreten der Lücken zur zweiten Notation, Kleists eigenes Ringen um Hörbarkeit in einer bürgerlichen Gesellschaft, in der er sich gänzlich unverstanden fühlt, zum Ausgangspunkt seines Schreibens.» Elsa-Sophie Jach

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Genre:

Theater
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Tickets:

16.00-48.00 €
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Veranstalter:

Residenztheater München
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Veranstaltungsort:

Cuvilliéstheater
Residenzstraße 1, 80333, München
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Termin:

Di. 18.03.25 19:30

Bewertungen

Das Venue hat eine Gesamtbewertung von 4,67/5 Sternen erhalten. Die Gäste haben gemischte Meinungen geäußert. Einige fanden die Musikeinblendungen zu laut und schmerzhaft, besonders für Hörgeräte-Benutzer. Andere lobten die Aufführungen und fanden den Abend insgesamt gelungen, obwohl sie das Stück ebenfalls als zu laut empfanden. Es gab auch positive Rückmeldungen zur Kartenabholung, trotz kleinerer Probleme. Insgesamt war es ein unterhaltsamer Abend im Cuvilliéstheater.

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