Cesar Klein war ein Universalkünstler, der die Grenzen zwischen freier und angewandter Kunst überschritt und das kulturelle Leben im Berlin der Weimarer Republik prägte. Sein Schaffen wird nun in einer Ausstellung in Berlin gewürdigt.
Ausstellungen in Berlin am 24.10.26: CESAR KLEIN. BILD RAUM BÜHNE

Cesar Klein (1876–1954) war ein moderner Universalkünstler, der die Grenzen zwischen freier und angewandter Kunst mit beeindruckender Vielseitigkeit überschritt. Sein Schaffen umfasste nicht nur Malerei und Grafik, sondern auch Innenarchitektur sowie die Gestaltung von Mosaiken, Glasfenstern, Möbeln und Porzellan. Darüber hinaus prägte er als Bühnenbildner und Filmausstatter das kulturelle Leben im Berlin der Weimarer Republik maßgeblich. Cesar Klein zählt zweifellos zu den bedeutendsten Vertretern der Berliner Moderne, sowohl in der freien Kunst als auch im angewandten Bereich. Dennoch wurde ihm in Berlin bisher keine monografische Ausstellung gewidmet. Der 150. Geburtstag des Künstlers bietet nun den Anlass, sein Schaffen mit einer groß angelegten Schau in Berlin zu würdigen. Als bildender Künstler wirkte Klein entscheidend an den wichtigsten Avantgardeströmungen der Vor- und Zwischenkriegszeit mit. 1910 gehörte er zu den ersten Mitgliedern der Neuen Secession, gemeinsam mit expressionistischen Künstlern wie Max Pechstein. Einen Ruf an das neu gegründete Bauhaus lehnte er 1919 ab. Stattdessen übernahm er die Leitung einer Klasse für Dekorationsmalerei an der Berliner Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, vertiefte seine Kontakte in die Kunst- und Theaterwelt und wurde in den 1920er Jahren zu einem gefragten Bühnenbildner und Raumgestalter – prägend sowohl für das expressionistische Theater als auch für die Formensprache des deutschen Art Déco. Während der NS-Zeit verlor Klein seine Professur, erhielt Malverbot und wurde als „entartet“ diffamiert; zahlreiche seiner Werke wurden aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Ausschließlich im Bereich des Bühnenbilds konnte er weiterhin tätig bleiben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich erneut intensiv der Malerei zu und schuf ein eindrucksvolles Spätwerk.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Die Realisierung des Projektes wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht. Gefördert durch die Ernst von Siemens Kunststiftung sowie durch den Freundeskreis Cesar Klein e.V. Ein weiterer herzlicher Dank gilt der TheaterGemeinde Berlin, die durch ihre finanzielle Unterstützung den Nachbau eines Bühnenbildes von Cesar Klein ermöglicht hat.
Medienpartner: Wall GmbH, rbb24 Inforadio, radio3, tip, The Berliner, Dinamix
Werbemotiv: Cesar Klein, Geburt der Venus. Werkkarton im Maßstab 1:1 für ein Badezimmerfenster der Villa Lewin, Breslau, 1917. Gestaltung: Gerwin Schmidt, 2026
Ausstellungen
8.00 €
Bröhan-Museum
Bröhan-Museum
Schloßstraße 1a, 14059, Berlin
Sa. 24.10.26 11:00
Bewertungen
Das Bröhan Museum in Berlin wird als Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus beschrieben. Es zeigt nicht nur Alltagsgegenstände, sondern auch die Geschichten dahinter. Die Ausstellungen reichen von Jugendstilobjekten bis hin zu zeitgenössischem Design. Es gibt auch eine Spielfläche für Kinder, die das Museum interaktiv erleben können. Besucher loben die Vielfalt der Ausstellungsstücke, obwohl das begrenzte Platzangebot des Gebäudes die Auswahl einschränkt. Ein Besuch dauert durchschnittlich 1,5 bis 2 Stunden und lohnt sich auch für Kinder, die hier eine andere Art von Spielzeug und Lernmaterial entdecken können.
Die Bewertungen für das Bröhan Museum sind insgesamt positiv, mit einer Gesamtbewertung von 4,77/5 Sternen. Besucher schätzen die Vielfalt der Ausstellungen und die Möglichkeit, mehr über Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus zu erfahren. Einige Besucher waren jedoch von der aktuellen Ausstellung enttäuscht und vermissten bestimmte Ausstellungsstücke. Trotzdem wird das Museum als lohnenswerter Besuch empfohlen, insbesondere für Familien mit Kindern, die hier eine interaktive und lehrreiche Erfahrung machen können.









