Am 18. und 19. September 2026 fand die 20. Berlin Firefighter Combat Challenge am Potsdamer Platz statt, an der mehrere Hundert Teilnehmer aus 13 Nationen teilnahmen. Erstmals wurden in Berlin Siegerringe an die Weltmeister von 2025 übergeben, was dem Jubiläum eine besondere Bedeutung verlieh.
Berliner Feuerwehr feiert 20 Jahre Firefighter Combat Challenge mit internationalen Stars und Ehrungen

20. Berliner Feuerwehr Combat Challenge: Jubiläum und internationale Ehrungen
Am 18. und 19. September 2026 fand am Potsdamer Platz die 20. Auflage der Berliner Firefighter Combat Challenge statt. Diese Veranstaltung verwandelte sich erneut in eine beeindruckende Wettkampfarena, in der mehrere Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 13 Nationen antraten und sich einer der anspruchsvollsten Herausforderungen im internationalen Feuerwehrsport stellten.
Ursprünglich in den USA als körperlicher Eignungstest für Feuerwehrkräfte konzipiert, hat sich die Firefighter Combat Challenge zu einem international anerkannten Wettkampfformat entwickelt. Seit 2007 wird diese Herausforderung auch in Berlin ausgetragen und erfreut sich seither großer Beliebtheit. Das diesjährige Event markierte ein besonderes Jubiläum.
Besondere Ehrung für Weltmeisterinnen und Weltmeister
Ein herausragendes Ereignis am ersten Tag der Veranstaltung war die erstmalige Übergabe von Siegerringen an die deutschen Titelträgerinnen und Titelträger der Weltmeisterschaft 2025 in Dallas sowie an die norwegische Weltmeisterin May Tommervold. Diese Ringe stellen eine besondere Auszeichnung für außergewöhnliche Leistungen bei der Weltmeisterschaft dar und sind vergleichbar mit den bekannten Championship Rings aus dem American Football.
Die feierliche Übergabe der Ringe in Berlin verlieh dem Jubiläum eine zusätzliche Bedeutung. May Tommervold, die schnellste Frau der Welt bei der Weltmeisterschaft 2025, hatte sich ausdrücklich gewünscht, ihre Ehrung in Berlin entgegenzunehmen. Die Berliner Firefighter Combat Challenge gilt als die älteste Veranstaltung dieser Art in Europa und hat innerhalb der internationalen Wettkampfszene einen besonderen Stellenwert.
Auszeichnungen für herausragende Leistungen
May Tommervold wurde nicht nur als schnellste Frau ausgezeichnet, sondern gewann auch in der Altersklasse 40, sicherte sich den ersten Platz mit einer Mixed-Staffel in der Altersklasse 40 bis 49 und belegte im Frauen-Tandem gemeinsam mit Meghann Krüger den zweiten Platz.
Martin Erbe von der Berufsfeuerwehr München, der als ehemaliger Berliner für die Betriebssportgemeinschaft Berliner Feuerwehr startet, erhielt einen Ring für den ersten Platz mit der europäischen Mixed-Staffel in der Altersklasse 40 bis 49. Daniela Primus von der Berufsfeuerwehr Hannover wurde ebenfalls ausgezeichnet, da sie mit der europäischen Mixed-Staffel in der Altersklasse 40 bis 49 gewann und Teil der siegreichen europäischen Frauenstaffeln in beiden Altersklassen war.
Oliver Nopper von der Berufsfeuerwehr Cottbus wurde für seinen Sieg in der Einzelwertung als „Top Fire Chief“ geehrt. Melanie Schönwald von der Freiwilligen Feuerwehr Baunatal erhielt ihre Auszeichnung für den ersten Platz mit der europäischen Frauenstaffel in der Altersklasse 40 bis 49.
Berliner Feuerwehr als Weltmeister
Die Zeremonie hatte auch eine besondere Bedeutung für die Berliner Feuerwehr, da zum ersten Mal Angehörige der Berliner Feuerwehr in Berlin als Weltmeister geehrt wurden. Die Berliner Mannschaft, bestehend aus Sascha Michalla, David Kalicki und Meghann Krüger, sicherte sich bei der Weltmeisterschaft 2025 in Dallas den Titel als schnellstes Fire Department der Welt und wurde im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung ausgezeichnet.
Meghann Krüger gewann zudem die Einzelwertung der unter 40-Jährigen und wurde zur zweitschnellsten Frau der Welt gekürt. Gemeinsam mit Alexander Sader belegte sie den ersten Platz im Mixed-Tandem der Altersklasse unter 40. Im Frauen-Tandem erreichte sie zusammen mit May Tommervold den zweiten Platz, ebenso wie mit der Berliner Staffel.
David Kalicki und Sascha Michalla wurden neben dem Weltmeistertitel in der Mannschaftswertung für den zweiten Platz mit der Berliner Staffel geehrt. Alexander Sader erhielt seine Auszeichnung für den Sieg im Mixed-Tandem mit Meghann Krüger sowie den zweiten Platz mit der Berliner Staffel.
Sportlicher Wettbewerb im Fokus
Nach der Ehrung stand an beiden Veranstaltungstagen der sportliche Wettbewerb im Vordergrund. Bei der Firefighter Combat Challenge sind Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Technik und Konzentration unter hoher körperlicher Belastung gefragt. Der Parcours umfasst fünf aufeinanderfolgende Stationen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren müssen.
Zu Beginn müssen die Wettkämpfer ein 19 Kilogramm schweres Schlauchpaket die Treppen eines zwölf Meter hohen Turms hinauftragen. Oben angekommen, folgt das Hochziehen einer weiteren 19 Kilogramm schweren Schlauchrolle. Nach dem Abstieg wartet die Keiser Force Machine, bei der ein mehr als 72 Kilogramm schweres Gewicht mit einem Vorschlaghammer bewegt werden muss. Anschließend absolvieren die Teilnehmer eine Slalomstrecke, ziehen einen mit Wasser gefüllten Schlauch und simulieren einen Löschangriff. Zum Abschluss müssen sie eine 80 Kilogramm schwere Rettungspuppe über eine Distanz von 30 Metern ins Ziel ziehen.
Emotionen und sportlicher Ehrgeiz
Die Jubiläumsausgabe sorgte für große Emotionen, sportlichen Ehrgeiz und beeindruckende Leistungen. Die schnellste Zeit erzielte Patrik Štefelin aus Slowenien mit 1:21 Minuten. Tobias Fischer aus Berlin folgte mit 1:27 Minuten auf dem zweiten Platz, während Sören Warzok aus Lichtenborn mit 1:29 Minuten den dritten Platz belegte.
Die 20. Auflage der Berliner Firefighter Combat Challenge unterstreicht den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung im internationalen Feuerwehrsport. Neben dem sportlichen Wettbewerb steht auch der Austausch zwischen Feuerwehrangehörigen aus verschiedenen Ländern und Organisationen im Mittelpunkt.
Ein besonderer Dank gilt der Betriebssportgemeinschaft Berliner Feuerwehr e. V. und der Abteilung Toughest Firefighter Alive für ihr Engagement im Feuerwehrsport und die Förderung internationaler Begegnungen. Ebenso bedanken wir uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern sowie den vielen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieses besonderen Jubiläums beigetragen haben.
Nach zwei intensiven Wettkampftagen, internationalen Spitzenleistungen und einer historischen Ehrung blickt die Berliner Feuerwehr bereits mit Vorfreude auf die nächste Berlin Firefighter Combat Challenge.
Quellen: berliner-feuerwehr, rbb, t-online
Bildquelle: Foto: Berliner Feuerwehr
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