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Haussperlinge in Berlin: Alarmierender Rückgang und mögliche Ursachen im Blick

Der dramatische Rückgang der Haussperlinge in Berlin sorgt für Besorgnis unter Experten. Eine Zählung zeigt einen Rückgang von 70 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Ursachen wie Krankheiten oder der Klimawandel werden untersucht.

Berlin verliert seine Spatzen - und Experten rätseln über Gründe
Bildquelle: Ernest Köhl auf Unsplash

Alarmierende Neuigkeiten über die Haussperlinge in Berlin bringt der Naturschutzbund. Im Mai wurde im Rahmen der jährlichen Zählaktion “Stunde der Gartenvögel” ein besorgniserregender Rückgang der Spatzenpopulation festgestellt. Die Zahlen zeigen, dass der Rückgang im Jahr 2025 bereits 38 Prozent betrug, nachdem im Vorjahr ein Rückgang von 28 Prozent verzeichnet worden war.

Jörg Böhner, Biologe und Mitglied der Berliner Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft (BOA), hat ebenfalls bedenkliche Trends beobachtet. Der Verein führt alle fünf Jahre eine Zählung der Brutpaare der Haussperlinge durch. Während 2021 noch eine Rekordzahl von 190.000 Brutpaaren erfasst wurde, fiel diese Zahl bei der letzten Erhebung auf knapp 60.000. Dies stellt einen dramatischen Rückgang von etwa 70 Prozent innerhalb von fünf Jahren dar, was bei anderen Vogelarten in Berlin bislang unerhört ist.

Ungeklärte Ursachen des Rückgangs

Die genauen Gründe für diesen alarmierenden Rückgang bleiben unklar. Böhner und der Naturschutzbund können lediglich spekulieren. Nahrungsmangel und fehlende Nistplätze schließt der Ornithologe als Hauptursachen aus, da sich die Umweltbedingungen für den Haussperling in der Stadt nicht maßgeblich verändert haben. Tatsächlich ist Berlin ein günstiger Lebensraum für diese Vogelart, die in weniger aufgeräumten und schmuddeligen Gegenden gut gedeihen kann.

Es wird vermutet, dass eine Krankheit für den Rückgang verantwortlich sein könnte. Böhner führt an, dass möglicherweise eine Infektion oder Seuche existiert, die die Haussperlinge betrifft. Obwohl es bislang an konkreten Nachweisen mangelt, wird die Vogelmalaria als potenzielle Ursache in Betracht gezogen. Diese Krankheit wird durch Plasmodien verursacht, die sich im Blut der Vögel vermehren und durch Mücken übertragen werden. Global gibt es Berichte über Vögel, die an dieser Krankheit erkrankt sind.

Der Einfluss des Klimawandels

Ein weiterer Aspekt in der Analyse des Rückgangs der Haussperlinge ist der Klimawandel. Böhner erläutert, dass sich die Zugwege der Vögel verändern und viele Arten, die zuvor keinen Kontakt mit dem Erreger der Vogelmalaria hatten, nun betroffen sind. Zudem begünstigt ein ansteigendes Temperaturniveau die Vermehrung von Mücken, die als Überträger der Krankheit fungieren. Für den Menschen ist Vogelmalaria jedoch nicht gefährlich.

Zukünftige Untersuchungen

Die BOA beabsichtigt, sich weiterhin intensiv mit den Ursachen des Rückgangs der Haussperlinge zu befassen. In einer anstehenden Sitzung wird der aktuelle Bericht erörtert, und Experten vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung sind eingeladen, um über Vogelmalaria und andere Blutparasiten zu diskutieren. Eine mögliche Maßnahme könnte die Analyse der Vögel sein, um Zusammenhänge zwischen Infektionen und Überlebensraten zu erforschen. In London wurde bereits ein solcher Zusammenhang festgestellt.

Obwohl der Haussperling in Berlin gegenwärtig nicht als gefährdet gilt, ist dringender Handlungsbedarf gegeben, um die Ursachen für den drastischen Rückgang zu verstehen und potenzielle Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

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Quellen: rbb24, Die Zeit

Bildquelle: Bildquelle: Ernest Köhl auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS