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Klassische Konzerte in Berlin am 30.05.26: Generalprobe Eröffnungskonzert: Revolte und Versöhnung

Die Generalprobe des Eröffnungskonzerts ist für interessiertes Publikum geöffnet. Das Programm wird in Konzertreihenfolge gespielt, mit möglichen Unterbrechungen und Wiederholungen.

Foto: TwoTickets.de / Unsplash

Wir öffnen auch die Generalprobe des Eröffnungskonzerts für interessiertes Publikum. In der Probe wird das Programm des Abends in Konzertreihenfolge gespielt; da es sich um eine Probe handelt, sind Unterbrechungen und Wiederholungen möglich.

Johannes Brahms: Doppelkonzert a-Moll op. 102

Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 12 d-Moll op. 112

 

Donghwi Ko, Violine / Uladzimir Sinkevich, Violoncello / Symphonieorchester der UdK Berlin

Michael Sanderling, Leitung

 

Dmitri Schostakowitsch war zu Lebzeiten in einem Zwiespalt: Nur Regimefreunde konnten sich in Sicherheit wägen, zu offensichtliche politische Gegenpositionen zur Sowjetunion waren nicht nur beruflich ein Risiko. Das Regime präsentierte seine Werke gerne als nationalistisch-stolzen Kampfruf, aber in der Rezeption werden die oft karikaturistischen Züge hervorgehoben und als Schostakowitschs Art des Widerstandes, seine GegenTöne contra die populistische Vereinnahmung seiner Musik und die stalinistische Kulturdoktrin bewertet. Bei der 12. Sinfonie, die den regimefreundlichen Untertitel „Das Jahr 1917“ trägt und damit auf die von Lenin angeführte Oktoberrevolution deutet, werden teils militärähnliche Schlagwerkpassagen genutzt, die fast plakativ anmuten und damit den Deutungshorizont erweitern.

 

Brahms‘ Doppelkonzert für Violine und Violoncello, erscheint indes klanglich wie ein Gegenpart zu Schostakowitschs Sinfonie. Im Zentrum stehen die beiden Soloinstrumente, die sich in einen Dialog begeben und eingängige lyrische und hoch emotionale Passagen zeichnen. Als Versöhnungsgeschenk der zerstrittenen Freunde Brahms und Joachim war dieses Konzert übrigens erfolgreich: Joseph Joachim spielte 1887 bei der Uraufführung den Violin-Solopart unter der Leitung von Johannes Brahms. Mit Donghwi Ko (Violine) und Uladzimir Sinkevich (Violoncello) präsentieren wir an diesem Abend zwei vielfach ausgezeichnete Solisten; Ko machte in den vergangenen Jahren beim Mozartwettbewerb und der Sendai International Music Competition auf sich aufmerksam, Sinkevich ist bereits seit 2022 festes Orchestermitglied bei den Berliner Philharmonikern – vielleicht springt der Funke des vielleicht weltbesten Orchesters auch auf unser Symphonieorchester über?

 

Die Leitung des Abends übernimmt mit Michael Sanderling ein herausragender Dirigent, Cellist und ausgewiesener Schostakowitsch-Experte.

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Genre:

Klassische Konzerte
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Veranstalter:

Universität der Künste Berlin
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Veranstaltungsort:

UdK Konzertsaal
Hardenbergstraße 33, 10623, Berlin
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Termin:

Sa. 30.05.26 10:00

Bewertungen

Die UdK, in der die Veranstaltung stattfand, wurde von den Besuchern positiv bewertet. Es wurde als ein Ort beschrieben, an dem Musik und Vorträge harmonisch zusammenkommen. Die Veranstaltung selbst wurde als zukunftsweisend und modern empfunden, was gut zur Herausforderungen der Zeit passt. Die Kombination aus klassischer Musik und modernen Elementen wurde als gelungen angesehen. Auch die Einbettung des Themas Klimakatastrophe in die Kunst- und Kulturinszenierung wurde positiv hervorgehoben.

Es wird erwähnt, dass die UdK und die Symphoniker eine gute Ergänzung darstellten und die Veranstaltung zu etwas Besonderem machten. Die Besucher genossen die unerwarteten Vorträge der Professoren zum Thema Luft und Wasser und fühlten sich gut unterhalten.

Insgesamt erhielt die UdK eine Bewertung von 4,45/5 Sternen basierend auf den positiven Erfahrungen der Besucher.

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