Orwell und Hvorecky zeigen dystopische Visionen und sprachliche Wirklichkeitsverdrehung in der digitalen Gegenwart. Kraetsch und Heibert diskutieren die Aktualität dieser Werke in der Fake-News-Industrie.
Lesungen in Berlin am 13.09.26: Orwell und die Internettrolle

Orwell und die Internettrolle
Orwell trifft digitale Gegenwart: Zwei Übersetzer zeigen, wie alte und neue Dystopien unsere Sicht auf Macht, Sprache und Manipulation prägen – und warum diese Werke heute aktueller sind denn je.
Mit Mirko Kraetsch und Frank Heibert
Dystopien halten unserer Welt den Spiegel vor. Manche schaffen dies sogar mit Humor, wie der slowakische Schriftsteller Michal Hvorecky in Troll (2018). Der Roman, der vor der Gefährdung demokratischer Gesellschaften im digitalen Zeitalter warnt, erinnert stark an Orwells Analyse totalitärer Strukturen in 1984, auch in seiner sprachlichen Wirklichkeitsverdrehung.
Hvorečkys Übersetzer Mirko Kraetsch und Orwells Übersetzer Frank Heibert unterhalten sich über die Aktualität dieser Visionen in der heutigen Fake-News-Industrie und berichten über ihren jeweiligen übersetzerischen Umgang mit neuen und klassischen Dystopien.

Mirko Kraetsch
Mirko Kraetsch, geboren 1971 in Dresden, übersetzt aus dem Tschechischen und Slowakischen quer durch alle literarischen Sparten. Er moderiert Lesungen, hält Vorträge und leitet Workshops. Ehrenamtlich engagiert er sich im Vorstand des VdÜ sowie bei Weltlesebühne e. V. und ist zudem Mitglied im Münchner Übersetzerforum, im österreichischen Forum Literaturübersetzen sowie im slowakischen Verband DoSlov. Ins Deutsche übersetzte er u. a. Michal Tallo, Marek Torčík, Iva Procházková, Markéta Pilátová, Irena Dousková, Michal Hvorecky, Peter Krištúfek, Emil Hakl und Bianca Bellová.
Foto: Andrea Schuh

Frank Heibert
Frank Heibert, 1960 in Essen geboren, lebt als Literatur- und Theaterübersetzer mit seinem Mann Hinrich Schmidt-Henkel in Berlin. Er hat aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Portugiesischen ca. 120 Prosawerke und 120 Theaterstücke übersetzt, u. a. von Don DeLillo, Richard Ford, William Faulkner, George Orwell, George Saunders, Neil LaBute, Tony Kushner, Boris Vian, Raymond Queneau, Marie Darrieussecq, Yasmina Reza, Aldo Busi, Curzio Malaparte, Jorge de Sena. Außerdem ist er als Dozent, Autor (Roman, Essays), Kritiker, Moderator und Jazzsänger tätig. Diverse Übersetzungspreise.
Foto: Christa Holka
Lesungen
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Festival für Literaturübersetzung
Lettrétage e.V.
Veteranenstraße 21, 10119, Berlin
So. 13.09.26 19:00
Bewertungen
Die Bewertungen für die Venue sind gemischt. Einige Besucher loben den Rahmen der Veranstaltungen und die interessanten Ideen, während andere die Umsetzung und die sprachlichen Mittel kritisieren. Einig sind sich jedoch alle darüber, dass die Veranstaltungen interessant und unterhaltsam sind. Die Stimmung im Publikum wird als super beschrieben und viele Besucher haben den Abend genossen. Die Venue erhält insgesamt eine Bewertung von 3,00/5 Sternen.








