Im Roman “Tiefenlager” sucht Annette Hug nach Wörtern, die aus Kolonialsprachen ausbrechen. Die Zusammenarbeit zwischen Sprachen eröffnet unerwartete Möglichkeiten.
Lesungen in Berlin am 18.09.26: Die Welt in neuen Wörtern

Zwischen den Sprachen eröffnen sich Möglichkeiten. Annette Hug findet im Übersetzen Funken von Zuversicht. Auch im Roman Tiefenlager (2021) sucht sie nach Wörtern, die aus Kolonialsprachen und der bedrohlichen Gegenwart ausbrechen.
„Es ist nicht auszuschließen, dass wir gemeinsam klüger sind als allein“, sagt Céline, eine Figur in Annette Hugs Roman Tiefenlager (2021). Der Satz beruht auf guten Erfahrungen in vielsprachiger Zusammenarbeit. Der Raum zwischen den Sprachen öffnet unerwartete Möglichkeiten. „Ruhe bewahren, sorgfältig denken haben wir gelernt“, sagt Céline, als gehöre sie zum weltweiten Netzwerk aus Übersetzer:innen, die genau lesen, nachfragen und ihre eigenen Sprachen lebendig halten. Gerade wenn die Dringlichkeit hoch ist.
Ausgehend von ihrer eigenen Arbeit als Übersetzerin aus dem Tagalog und als Schriftstellerin geht Annette Hug den kleinen Funken nach, wo sich Zuversicht regt. Ein Jahr, nachdem die Philippinen Gastland bei der Frankfurter Buchmesse waren, spricht sie über Übersetzung als politischen und poetischen Akt: Finden wir Wörter, um aus den gewaltvollen Kolonialsprachen und der bedrohlichen Gegenwart auszubrechen?
Annette Hug
Annette Hug ist 1970 in der Schweiz geboren. Sie hat in Zürich Geschichte und in Manila Women and Development Studies studiert. Nach Tätigkeiten als Dozentin und Gewerkschaftssekretärin lebt sie seit Januar 2015 als freie Autorin. Im rotpunktverlag erschienen 2008 Lady Berta und 2010 In Zelenys Zimmer, im Verlag Das Wunderhorn Wilhelm Tell in Manila (2016) und Tiefenlager (2021). Annette Hug wurde 2017 mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Von August 2018 bis April 2026 erschien in der Wochenzeitung WOZ ihre Kolumne Ein Traum der Welt. Seit 2024 veröffentlicht sie Übersetzungen von Filipino (Tagalog) ins Deutsche, so die Romane Das Meer der Aswang von Allan N. Derain und Die 70er von Lualhati Bautista.
Lesungen
€
Festival für Literaturübersetzung
Collegium Hungaricum Berlin
Dorotheenstraße 12, 10117, Berlin
Fr. 18.09.26 19:45
Bewertungen
Die Besucherin bedauerte, dass das Interview mit der ägyptischen Journalistin nur über Skype übertragen wurde, da diese in Kairo festsaß und sie sie lieber live gesehen hätte.
Event: Konzert von The Weeknd Review: Die Akustik des Saals war sehr gut, man konnte die Musik klar und deutlich hören. Der Saal war jedoch ziemlich klein und es gab nicht genug Sitzplätze für alle Besucher.Die Besucher lobten die gute Akustik des Saals, bemängelten jedoch die begrenzte Größe und die begrenzte Anzahl an Sitzplätzen.
Event: Kunstausstellung “Moderne Meisterwerke” Review: Die Ausstellungsräume waren sehr ansprechend gestaltet, mit viel Platz zwischen den Kunstwerken. Leider war die Beleuchtung etwas zu grell und hat die Gemälde nicht optimal zur Geltung gebracht.Die Besucher lobten das ansprechende Design der Ausstellungsräume, kritisierten jedoch die zu grelle Beleuchtung, die die Gemälde nicht optimal präsentieren ließ.
Die Gesamtbewertung des Veranstaltungsortes beträgt 3,00/5 Sternen.









