Lutz van der Horst spricht in einem Interview über sein Coming-out und die Herausforderungen, die er beim Schreiben seines Buches „Konfetti-Blues“ erlebte. Er beschreibt einen schleichenden Prozess der Selbstakzeptanz und die ambivalente Beziehung zu seiner Heimatstadt Köln.
Lutz van der Horst äußert sich zu seiner Sexualität und seinem neuen Buch

Lutz van der Horst, ein Comedian aus Köln und bekannt aus der „Heute Show“, hat in einem Interview mit einer Zeitschrift offen über seine Sexualität gesprochen. Er erläuterte, warum sein erstes Buch zwei Jahrzehnte auf sich warten ließ und welche Themen lange als unangemessen galten.
Sein neu erschienenes Werk „Konfetti-Blues“ handelt von einer Figur namens Max, die sich als bisexuell outet. Van der Horst gibt zu, dass die Hauptfigur viele Parallelen zu seinem eigenen Leben aufweist. Dies stellte jedoch ein Problem dar, da sein Management in der Vergangenheit Bedenken hatte, solche Themen wie Partys, Drogen oder das Queersein zu veröffentlichen. Die Idee für das Buch hatte er bereits vor zwanzig Jahren während einer schweren Lebensphase, in der das Schreiben für ihn eine Art Therapie darstellte.
Lutz van der Horst über seinen Weg zur Selbstakzeptanz
Ein klassisches Coming-out mit einer großen Ankündigung vor Publikum hat es bei ihm nie gegeben. Van der Horst beschreibt seinen Prozess der Selbstakzeptanz als schleichend: „Man spürt es die ganze Zeit, kann es aber nicht einordnen.“ Irgendwann habe er einfach aufgehört, seine Sexualität zu verbergen.
In Bezug auf seine Heimatstadt Köln hat der Comedian eine ambivalente, jedoch herzliche Beziehung. Er beschreibt die Stadt als „ultrahässlich“, hebt jedoch die Freundlichkeit der Menschen hervor. Für ihn zeichnet sich Köln durch die Zugänglichkeit seines sozialen Lebens aus. Im Vergleich zu anderen Städten sei es in Köln einfach, schnell in Freundeskreise und Gespräche einzutauchen. Das Motto, angelehnt an ein bekanntes Karnevalslied, lautet: „Drink doch eine met.“
Gleichzeitig betont er das dörfliche Flair der Millionenstadt mit einem Augenzwinkern. Wenn man in der Innenstadt unterwegs ist, trifft man immer jemanden, da die Stadt relativ begrenzt ist.
Bildquelle: ai-generated-gemini








