Das Institut français Berlin organisiert einen Abend, um unser Verhältnis zur Landwirtschaft zu hinterfragen. Gemeinsam bereiten wir ein Menü aus lokalen Produkten zu.
Tastings in Berlin am 22.10.26: Vom Feld auf den Teller

Im Rahmen des thematischen Schwerpunkts „Nous vivant·e·s / Wir leben!“ organisiert das Institut français Berlin den Abend „Vom Feld auf den Teller“ – ein partizipatives kulinarisches Experiment, um unser Verhältnis zum Lebendigen und zur Landwirtschaft zu hinterfragen.
Nach einem von Dürre und Bränden geprägten Sommer 2026 feiert das Institut français in Berlin das Ende der Ernte- und Weinlesezeit mit einem partizipativen Abend rund um die Zukunft unserer Ernährung. Wir laden Sie ein, mit uns an einem Tisch Platz zu nehmen, gemeinsam zuzubereiten, zu verkosten und darüber nachzudenken, was morgen auf unseren Tellern liegen könnte.
Gemeinsam bereiten und verkosten wir ein Menü aus lokalen – aus Berlin und Brandenburg stammenden –, gesunden und saisonalen Produkten. Über den Geschmack nähern wir uns dabei der Frage, was unsere Ernährung für unsere Gesundheit und unsere Umwelt bedeutet.
Die Galerie Alice Guy verwandelt sich für diesen Abend in eine hybride Küche mit einem Bereich für Dokumentarfilme und drei interaktiven Koch- und Verkostungsstationen. Begleitet werden diese von Pierre Girard, Journalist und Moderator des Abends, der Mikrobiologin Lena Simon, Max und Xenia von dem Saatgutbetrieb Kultivar sowie der Geografin und Forscherin Élodie Valette.
Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Bestandteile unserer Ernährung: Brot, Samen und weniger bekannte Gemüsesorten. Pierre Girard und Lena Simon laden dazu ein, den Geschichten und Zusammenhängen nachzugehen, die hinter einem alltäglichen Lebensmittel wie Brot stehen. Max und Xenia öffnen ihre „Seed Kitchen“, eine Veranstaltungsreihe, die dieses Jahr gemeinsam mit den Vereinen PFHAU e.V. und Die Gemeinschaft e.V. ins Leben gerufen wurde. In dieser „Seed Kitchen“ machen sie die Vielfalt und den Reichtum von Samen erlebbar. Élodie Valette ihrerseits stellt weniger bekannte Gemüsesorten vor und zeigt, welche Rolle sie in nachhaltigen Anbausystemen spielen können.
Pierre Girard begleitet Sie durch den Abend und führt durch die verschiedenen Stationen. Zwischen thematischen Dokumentarfilmen, Gesprächen und der Verkostung lokaler Bio-Produkte sowie Naturweine setzen wir uns mit aktuellen Fragen rund um Gesundheit, Landwirtschaft, Biodiversität, Klima und Ernährungswende auseinander.
Ein Abend zum gemeinsamen Zubereiten und Genießen – um zu probieren, zu verstehen und sich vorzustellen, was morgen auf unseren Tellern liegen könnte.
Pierre Girard ist Journalist und Wissenschaftsvideomacher mit Schwerpunkt Agrarökologie für ARTE und seinen eigenen YouTube-Kanal. Mit seinen verschiedenen Dokumentarserien („Tous Terriens“, „Roots“) und seinem neuen Podcast „Le plat de résistance“, den er gemeinsam mit Elise Bordet produziert, liegt es Pierre am Herzen, konstruktive, praxisnahe Informationen zu liefern, die das Bewusstsein für die Umwelt- und Klimakrise schärfen. Im Jahr 2023 wurde er mit dem „Prix des Reporters d’Espoirs“ und dem Preis für wissenschaftliche Berichterstattung der französischen Landwirtschaftsakademie ausgezeichnet.
Lena Simon ist Mikrobiologin und hat sich auf Mikroorganismen in Agrarökosystemen spezialisiert. Nach ihrer These am INRAE in Frankreich kam sie 2024 als Postdoktorandin an das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam, um die Auswirkungen der Anbaudiversifizierung auf das Mikrobiom von Pflanzen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu untersuchen.
Xenia, 33 Jahre alt, ist gelernte Sprachwissenschaftlerin. Ihre Leidenschaft für das Gärtnern hat sie durch Max entdeckt. Gemeinsam ackern sie seit 2024 auf einem Hof im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Nicht nur auf dem Acker setzt sie sich für Vielfalt und Nachhaltigkeit ein: Sie ist auch in der Bildungsarbeit aktiv und unterstützt junge Menschen dabei, sich ihrer eigenen Handlungsfähigkeit bewusst zu werden und sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft einzusetzen. Als erfahrene Projektmanagerin setzt sie entwicklungspolitische Workshops und andere Veranstaltungsformate, wie z.B. die Seed Kitchen, um – immer mit dem Ziel, Menschen untereinander und mit der Natur zu verbinden.
Max, 32 Jahre alt, ist gelernter Gärtner. Mit seiner Ausbildung im Botanischen Garten Kiel vertiefte sich seine Faszination für die Vielfalt der Pflanzenwelt. Er begann diese nicht als statisch sondern als sich ewig wandelnden Prozess zu begreifen. Über verschiedene Stationen im Gemüse- und Saatgutbau führte der Weg zuletzt in die Uckermark und zum eigenen Saatgut-Betrieb Kultivar. Hier widmet er sich nun vor allem der Erforschung von Vielfalt, aber auch dem Erhalt einzelner Gemüsesorten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Anpassung an die lokalen Gegebenheiten und dem stetigen Weiterentwickeln genetisch-diverser Populationen.
Webseite : https://www.kultivar-saatgut.de/
Elodie Valette ist Geografin und Forscherin am Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der agrarwissenschaftlichen Forschung für Entwicklung (CIRAD). Als Spezialistin für nachhaltige Ernährungssysteme hat sie an zahlreichen Forschungsprojekten in Frankreich und im Ausland mitgewirkt, die sich mit städtischer Landwirtschaft, nachhaltiger Ernährung und territorialer Entwicklung befassen.
Diese Veranstaltung wird auf Deutsch und Französisch moderiert. Die Einleitungsdiskussion findet auf Deutsch statt, während die Stationen entweder ausschließlich auf Französisch (Elodie Valette), nur auf Deutsch (Max und Xenia) oder sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch (Pierre Girard & Lena Simon) geführt werden.
Eintritt frei.
In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Wissenschaft und Technologie der französischen Botschaft in Deutschland.
Tastings
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Institutfrancais Berlin
Institut français Berlin
Kurfürstendamm 211, 10719, Berlin
Do. 22.10.26 18:30
Bewertungen
Das Institut français de Berlin hat eine Vielzahl von Veranstaltungen angeboten, die von den Besuchern sehr geschätzt wurden. Die Lesung mit Raphaëlle Red und das Konzert des Duo Ingolfsson-Stoupel wurden als besonders beeindruckend und interessant beschrieben. Die Atmosphäre wurde als charmant und einladend wahrgenommen. Sowohl die Lesung als auch das Konzert wurden von den Gästen positiv bewertet.
Die Buchpremiere wurde hingegen kritischer betrachtet, da die Veranstaltung als nicht besonders ansprechend empfunden wurde. Einige Besucher bemängelten das Fehlen einer ausgewogenen Mischung aus Lesung, Gespräch und Publikumsinteraktion. Die Präsentation wurde als mittelmäßig bewertet und es wurde Kritik an der Lesung und der Moderatorin geäußert.
Die Konzerte im Institut français de Berlin wurden insgesamt positiv bewertet. Sowohl “Les Innocents” als auch “Bru Zane: Onslow und Schumann” wurden von den Besuchern gelobt. Die Vielseitigkeit der Stücke und die Leidenschaft der Musiker wurden besonders hervorgehoben. Die Veranstaltungen boten den Gästen eine einzigartige Gelegenheit, weniger bekannte Komponisten und ihre Werke zu entdecken.
Insgesamt wird das Institut français de Berlin mit einer Bewertung von 4,11/5 Sternen als eine empfehlenswerte Veranstaltungsstätte für kulturelle Events angesehen.








