Macbeth und Lady Macbeth streben nach Macht und setzen skrupellos ihre Pläne um. Ihre Tyrannei schadet vielen, aber alles ist eine Frage des Verkaufens.
Theater in Berlin am 04.04.26: Macbeth

William Shakespeare / John von DüffelMACBETH
Eine Geschichte über die Gier nach Macht.Mittelalter. Parallelen zum Hier und Jetzt? Und ob.
„Wer wagt’s und sagt, dass er was anderes glaubt?Wenn wir die Macht besitzen, machen wir die Wahrheit.Und was wir sagen, ist Gesetz.“
…beschwört Lady Macbeth ihren zunächst weniger ehrgeizigen Gatten. Eine unglaublich rasante Karriere haben die Hexen ihm vorausgesagt: König soll er werden. Warum warten? Die Lady entwickelt einen mörderischen Plan.Macbeth’ Instinkte werden gekitzelt. König und Königin. Das stünde dem Paar gut. Jedoch:„Das-An-der-Macht-Sein ist nichts, es sei denn, man ist sicher an der Macht.“Ein Verbrechen zieht das andere nach sich. Welche menschlichen Eigenschaften sind gefragt? Narzisstische. Rücksichtslosigkeit, Skrupellosigkeit.Eine Tyrannei nutzt wenigen und schadet vielen. Aber – alles eine Frage des Verkaufens.
John von Düffels Fassung konzentriert sich auf zwei Figuren: Macbeth und Lady Macbeth. Und zeigt wie unter einer Lupe die Wege und Abwege der Macht. Mit einem eingeschworenen Team am Theater am Frankfurter Tor. Spannend und unterhaltsam.
mit Johanna Marie Bourgeois und Tibor LocherRegie: Irene ChristAusstattung: Joachim Hamster Damm
Theater
30.00 €
Theater Am Frankfurter Tor
Theater Am Frankfurter Tor
Karl-Marx-Allee 133, 10243, Berlin
Sa. 04.04.26 20:00
Bewertungen
Das kleine Theater hat eine reduzierte Inszenierung von Macbeth präsentiert, die trotzdem eine starke Anziehungskraft hat. Die Schauspieler waren energiegeladen und fesselnd in ihren Rollen. Der Empfang war sehr freundlich und die familiäre Atmosphäre wurde gelobt. Die Anpassung des Stücks auf zwei Personen wurde als gelungen bezeichnet, obwohl einige Besucher sich etwas weniger Lautstärke gewünscht hätten. Die Atmosphäre wurde durch Licht und Requisiten stimmungsvoll gestaltet, wobei die schauspielerische Leistung der Darsteller hervorgehoben wurde. Besonders die Entwicklung der Figur Macbeth wurde als souverän bezeichnet. Trotzdem wurde angemerkt, dass die Darstellerin der Lady gegen Ende des Stücks zu überhastet und schrill gesprochen habe. Insgesamt wurde das Stück als interessant und fokussiert auf Macbeth und seine Lady beschrieben. Die Schauspieler wurden für ihre Energie und Textsicherheit gelobt, obwohl einige Besucher die Enge der Stühle im Theater kritisierten. Insgesamt wurde der Abend als voller Erfolg bezeichnet und das Theater als gemütlich und empfehlenswert beschrieben.
Das kleine Theater hat für die Inszenierung von Macbeth eine Gesamtbewertung von 4,97/5 Sternen erhalten.









