“De la sexualité des orchidées” ist eine Vortragsperformance, die die Fortpflanzung der Orchidee auf humorvolle Weise thematisiert und zum Nachdenken anregt. Die Aufführung bietet eine ungewöhnliche Perspektive auf das Thema Sexualität und Leben.
Theater in Berlin am 05.11.26: Performance – De la sexualité des orchidées

De la sexualité des orchidées ist eine Vortragsperformance, in der die Schauspielerin Sofia Teillet, als Dozentin verkleidet, über die Fortpflanzung der Orchidee referiert und dabei immer wieder abschweift: Wie begegnet das Männliche (der Pollen) dem Weiblichen (dem Stempel)?
Dieser scheinbar einfache Vorgang erweist sich als komplexes und technisch anspruchsvolles Unterfangen. Und wider Erwarten lässt sich durch seine genaue Betrachtung noch so einiges über eine ganze Reihe anderer Dinge erfahren – etwa über die Eitelkeit des Tyrannosaurus, die Erfindung des Pétanque, das Liebesmodell des Tiefsee-Anglerfischs und den Sinn des Lebens (nein, Quatsch – so weit gehen wir dann doch nicht).
Aufführung auf Französisch / Dauer: 75 Minuten / Alter: ab 12 Jahren
„Denn einst war ich Knabe und Mädchen, Baum und Vogel und stummer Fisch im Meer.“
— Empedokles
De la sexualité des orchidées entstand aus meinem Wunsch als Schauspielerin, eine Soloform zu entwickeln, die technisch unkompliziert, teilweise improvisiert und auch außerhalb klassischer Theaterräume spielbar ist – mit dem Publikum als einzigem Gegenüber.
Ursprünglich war das Ganze für mich eine Art „Übung“. Als Ausgangsmaterial hatte ich, eher intuitiv und aus Neugier, die Fortpflanzung von Pflanzen gewählt, obwohl ich kaum etwas darüber wusste. Doch plötzlich tat sich eine ganze Welt auf, und die Orchidee drängte sich als exemplarische Blume geradezu auf. Das Thema faszinierte mich, die Recherche wurde zu einem lustvollen Fass ohne Boden, und die Aufführung wuchs und entwickelte sich weiter.
Die intensive Beobachtung eines Lebewesens, das sich radikal von uns unterscheidet und mit dem wir doch eines gemeinsam haben – nämlich „lebendig“ zu sein –, erschien mir als eine ebenso ergiebige wie ungewöhnliche Perspektive, um unsere eigene Art, in der Welt zu sein, zu betrachten.
Alles in diesem Vortrag ist „wahr“. Meine Recherchen basieren auf wissenschaftlicher Literatur. Doch es handelt sich um eine Wahrheit anderer Art als die wissenschaftliche Wahrheit. Es ist eine Wahrheit, deren Subjektivität ich aufgrund meiner Position als Künstlerin für mich beanspruchen kann. — Sofia Teillet
SOFIA TEILLET absolvierte von 2006 bis 2009 ihre Ausbildung am Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique in Paris. Dort begegnete sie dem Schauspiellehrer Yann-Joël Collin, mit dem sie die direkte Ansprache des Publikums als treibende Kraft des theatralen Schreibens erkundete. Diese Arbeit setzte sie mit zwei Regisseuren fort, die sie ebenfalls am Conservatoire kennenlernte: Benjamin Abitan und Yordan Goldwaser.
Als Darstellerin arbeitete Sofia Teillet außerdem mit Bernard Bloch und Pauline Ringeade. 2017 spielte sie in En Manque von Vincent Macaigne und wirkte anschließend in den jüngsten Produktionen der Schweizer Compagnie Old Masters mit: L’Impression (2018), Le Monde (2019) und La Maison de mon esprit (2022).
Darüber hinaus war sie Darstellerin in Antoine Defoorts jüngster Produktion Elles Vivent (2021) sowie in Vincent Macaignes Avant la terreur (2023).
2018 schloss sie sich mit ihrem Projekt De la sexualité des orchidées der Kooperative für lebendige Projekte l’Amicale an.
Eintritt: 10€
Ermäßigter Preis: 5€
Theater
10.00 €
Institutfrancais Berlin
Institut français Berlin
Kurfürstendamm 211, 10719, Berlin
Do. 05.11.26 19:00
Bewertungen
Das Institut français de Berlin wird insgesamt positiv bewertet, vor allem für die Vielfalt der Veranstaltungen und die angenehme Atmosphäre. Besucher loben die sympathischen Autoren und Musiker, die in dem charmanten Rahmen auftreten. Auch das kulinarische Angebot, wie das französische Buffet und die Getränke, wird positiv hervorgehoben.
Einige Besucher waren von der Buchpremiere enttäuscht, da sie sich mehr Interaktion und Abwechslung gewünscht hätten. Trotzdem wird das Institut français de Berlin im Durchschnitt mit 4,11/5 Sternen bewertet.








