Die Berliner Gerichtsreportagen von Gabriele Tergit zeigen die Hilflosigkeit der Jahre 1924 bis 1933 und die Infiltrierung der Justiz durch die Nationalsozialisten.
Theater in Berlin am 09.10.26: GEREIZTHEITEN

Aus der Reihe “Berliner Geschichten”
GEREIZTHEITEN
Gabriele Tergits Berliner Gerichtsreportagen von 1924 bis 1933
Eine konzertant-filmische Lesung
Spiel und Gesang: Melanie Schmidli
Gitarre: Martino Dessi
Regie, Stückfassung: Melanie Schmidli
Musikalische Leitung: Martino Dessi
Visuals: Gerald Koll
Kostümbild: Tatjana Hajdukova
Bühnenbild Mitarbeit: Klara Rentsch
Dauer: ca. 1h 35 Min. (inkl. Pause nach ca. 45 Min.)
„Aber keine Zeitung meldet mehr so etwas, keine Polizei gibt es als Nachricht weiter – es ist der Bürgerkrieg als Gewohnheit.“
Schillernde Nachtgestalten, der schnöde §218, zwingender Gattenmord, ernüchternde Emigrantenschicksale und Wohnungsnot – kurz: die allgemeine große Hilflosigkeit der Jahre 1924 bis 1933 wird am Berliner Gericht verhandelt. Greifbar ist aber auch der Siegeszug der „völkischen Idyllen“, sprich die Infiltrierung der Justiz durch die Nationalsozialisten.
Mitten im Gerichtssaal sitzt die aus Berlin stammende jüdische Journalistin und Schriftstellerin Gabriele Tergit, beobachtet und berichtet. Und die ganze Stadt verfolgt gespannt ihre luziden „Skizzen aus den Gerichtssälen“ im Berliner Tagblatt oder Die Weltbühne.
Flankiert von Gitarrenmusik und filmischen Alltagszenen der Weimarer Republik entführen uns die Tragödien um Reinheit, Klatsch und Schutzlosigkeit in eine Zeit, die so fern vielleicht gar nicht ist.
Eine konzertant-filmische Lesung!
Nach dem Roman VOM FRÜHLING UND VON DER EINSAMKEIT von Gabriele Tergit
© Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH, Frankfurt am Main 2020, Aufführungsrechte: Schöffling & Co., www.schoeffling.de
Theater
16.50-27.50 €
Theater im Palais
Theater im Palais
Am Festungsgraben 1, 10117, Berlin
Fr. 09.10.26 19:30
Bewertungen
Die Bewertungen für dieses Veranstaltungsort sind durchweg positiv, mit einer Gesamtbewertung von 4,77/5 Sternen. Besucher loben die beeindruckende Darbietung der Darsteller und die gelungene Auswahl der Stücke. Einige erwähnen jedoch auch negative Erfahrungen, wie beispielsweise eine enttäuschende Inszenierung oder frühere Enttäuschungen. Insgesamt scheint das Theater eine Vielzahl von Veranstaltungen anzubieten, die von den Besuchern als unterhaltsam und ansprechend empfunden werden.









