Die Inszenierung von Katie Mitchell im Rahmen des Festivals Internationale Dramatik 2026 verwebt Liebe, Freundschaft und die Obsession für die Farbe Blau auf poetische Weise. Maggie Nelsons literarische Sensation erkundet die Schattierungen der Farbe Blau und persönliche Leidensfähigkeit.
Theater in Berlin am 18.04.26: Bluets

Aus dem Englischen von Jan Wilm
Regie: Katie Mitchell
Diese Aufführung findet im Rahmen des Festivals Internationale Dramatik 2026 statt.
Eine verlorene Liebe, die Fürsorge für eine verunglückte Freundin und die Obsession für die Farbe Blau stehen am Anfang von »Bluets«. Er, der »Prinz des Blauen«, hat sie, die namenlos bleibende Hauptfigur des Textes, verlassen. Ihr Liebeskummer steht im Kontrast zur Tragödie ihrer Freundin, die nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist und um die sie sich nun kümmert. Zeitgleich gibt sie sich mit ganzer Kraft ihrer Obsession für die Farbe Blau hin.
In ihrem als literarische Sensation gefeierten Buch vermischt Maggie Nelson in 240 Prosaminiaturen Philosophisches, Lyrisches und Banales, Beobachtungen und Reflexionen, persönlich Erlebtes und Ausgedachtes, Assoziiertes und Recherchiertes. So umkreist die Stimme der Erzählerin alle Schattierungen und Geheimnisse der Farbe Blau – stolz hütet sie ihre Sammlung blauer Objekte und kennt zudem alle Musikerinnen und Künstler, die dem Blau verfallen sind: ob Joni Mitchell, Billie Holiday oder Derek Jarman. Aber zugleich nutzt sie die Farbe, um sich selbst, ihren Kummer über die verlorene Liebe und das Leiden ihrer gelähmten Freundin zu erkunden.
Kaum jemand hat seinen Schmerz auf so poetische, inspirierende Weise seziert, wie Maggie Nelson es hier tut – eine lyrische, philosophische und sehr persönliche Erkundung der eigenen Leidensfähigkeit.
Katie Mitchell, Artist in Focus des diesjährigen FIND, lässt die Erzählstimme in ihrer Inszenierung durch drei Schauspieler_innen verkörpern und schafft mit Mitteln aus Film und Live-Hörspiel ein vielstimmiges Porträt der unglücklichen Obsession für die Farbe Blau. Die irische Dramatikerin Margaret Perry adaptiert Maggie Nelsons Text für die Bühne.
MAGGIE NELSON, geboren 1973 in San Francisco, ist Dichterin, Kritikerin und Essayistin. Sie unterrichtet am California Institute of the Arts. 2016 wurde sie für ihr Buch »Die Argonauten« mit dem National Book Critics Circle Award ausgezeichnet, im selben Jahr erhielt Maggie Nelson den renommierten MacArthur »Genius Grant«.
MARGARET PERRY ist eine irische Dramatikerin. Ihr Debütstück »Porcelain« feierte 2018 im Abbey Theatre in Dublin Premiere. Zu ihren weiteren Theaterarbeiten zählen »Collapsible«, das 2019 beim Dublin Fringe Festival mit dem Fishamble New Writing Award ausgezeichnet wurde, und »Paradise Now!«, das für den Olivier Award 2023 nominiert war. Sie war Mitglied von Autorengruppen am Soho Theatre und am Royal Court Theatre und ist MacDowell Fellow.
Mitwirkende:
Autorin: Maggie Nelson
Künstlerische Mitarbeit: Ellis Buckley
Bühne: Alex Eales
Kostüm: Sussie Juhlin-Wallén
Videoregie: Grant Gee
Video (London): Ellie Thompson
Video (Berlin): Virginie Taylor
Musik: Paul Clark
Sounddesign: Paul Clark / Munotida Chinyanga
Dramaturgie: Nils Haarmann
Licht (London): Anthony Doran
Licht (Berlin): Bethany Gupwell
Mit: Eva Meckbach, Renato Schuch, Alina Vimbai Strähler
Dauer: ca. 80 Minuten
Premiere ist am 15. April 2026
Theater
28.00-60.00 €
Schaubühne am Lehniner Platz
Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153, 10709, Berlin
Sa. 18.04.26 21:00
Bewertungen
Die Schaubühne wird insgesamt sehr positiv bewertet. Besucher loben die freundliche Atmosphäre, das moderne und komfortable Theater sowie die gute Akustik, die es ermöglicht, alle Dialoge gut zu verstehen. Das Theatercafé rundet den Abend perfekt ab. Die Inszenierungen werden als gelungen, mystisch und beeindruckend beschrieben. Die Schauspieler leisten starke Leistungen, die das Publikum mitreißen. Insgesamt wird ein Besuch der Schaubühne sehr empfohlen.
Die Bewertungen für die Veranstaltungen in der Schaubühne sind durchweg positiv. Die Themen der Stücke werden als anspruchsvoll und bewegend beschrieben, die Darbietungen als unglaublich gelungen und gekonnt. Besucher werden zum Nachdenken angeregt und fühlen sich emotional berührt. Die Schauspieler werden für ihre Leistungen gelobt und die Inszenierungen als einzigartig und beeindruckend beschrieben.
Die Schaubühne erhält insgesamt eine Bewertung von 4,83/5 Sternen.









