Susanna erlebt die Veränderungen des Jahres 1936 mit Humor und Liebe, bis sie gezwungen ist, erwachsen zu werden. Die Schlinge zieht sich zu, und eine große Entscheidung muss getroffen werden.
Theater in Berlin am 26.06.26: Nach Mitternacht

nach dem Roman von Irmgard Keun
Bühnenfassung von Gottfried Greiffenhagen
Regie: Irene Christ
mit Johanna Marie Bourgeois
48 Stunden im Jahr 1936. Die 19jährige Susanna beschreibt – zunächst mit überschäumender Lebenslust und satirischem Humor – die Geschehnisse um sie herum: ihre leidenschaftliche Liebe zu Franz, mit dem sie Zukunftspläne hat; das veränderte Verhalten der Menschen, die ihr nahestehen; das Leben mit den „Rassegesetzen“; überhaupt die neue Normalität: den Alltag während der Naziherrschaft. Ein Auftritt Hitlers vor einer begeisterten Menschenmenge auf dem Frankfurter Opernplatz wird zum Ausgangspunkt einschneidender Ereignisse. Die Schlinge zieht sich zu. Denunziationen sind an der Tagesordnung. »Mütter zeigen ihre Schwiegertöchter an, Töchter ihre Schwiegerväter, Brüder ihre Schwestern, Schwestern ihre Brüder… Nachbarn ihre Nachbarn.« Innerhalb kürzester Zeit ist Susanna nicht mehr nur humorvolle Beobachterin, sondern mittendrin und gezwungen, erwachsen zu werden. Während eines ausufernden Festes, kurz vor Mitternacht, muss eine große Lebensentscheidung her. Gehandelt wird nach Mitternacht.
Irmgard Keun, in den 1930er Jahren ein Star am Literaturhimmel und später wiederentdeckt, schrieb den Roman „Nach Mitternacht“ während ihrer Zeit im Exil. Er wurde 1937 in den Niederlanden veröffentlicht. Auch mit den Romanvorgängern „Gilgi, eine von uns“ und „Das kunstseidene Mädchen“ feierte sie sensationelle Erfolge. Gottfried Greiffenhagen verdichtet mit seiner Monologfassung Keuns großen Roman zu einem verzweifelt heiteren und erbarmungslos scharfsichtigen Theaterstück.
Theater
28.00 €
Theater Am Frankfurter Tor
Theater Am Frankfurter Tor
Karl-Marx-Allee 133, 10243, Berlin
Fr. 26.06.26 20:00
Bewertungen
Das Theaterstück „Nach Mitternacht“ mit Johanna Marie Bourgeois in der Hauptrolle als Susanna wird von den Besuchern als fantastische und beeindruckende Leistung gelobt. Trotz des schweren und bedrückenden Themas der deutschen Geschichte, wird die Aufführung als Hochgenuss und Mahnung angesehen. Die Parallelen zur heutigen Zeit und die berührende schauspielerische Leistung werden besonders hervorgehoben. Das vielseitige Angebot des Theaters und der freundliche Service runden das positive Gesamtbild ab. Das Stück erfährt eine traurige Aktualität und wird von den Zuschauern mit langanhaltendem Applaus und Bravorufen belohnt. Johanna Marie Bourgeois wird als talentierte und beeindruckende Schauspielerin gelobt.
Diese Veranstaltung wird mit 5,00/5 Sternen bewertet.









