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Theater in Berlin am 27.05.26: Charlottengrad

Vor 100 Jahren emigrierten viele Russen nach Berlin, wo bedeutende Schriftsteller lebten und arbeiteten. Charlottenburg wurde sogar als „Charlottengrad“ bekannt.

Foto: TwoTickets.de / Unsplash

Aus der Reihe „Berliner Geschichten“

CHARLOTTENGRAD – EIN STÜCK RUSSLAND MITTEN IN BERLIN

Szenische Lesung über das Leben und Schaffen russischer Literaten im Exil der 20er Jahre

Mit: Alina Gause (Spiel, Gesang) und Carl Martin Spengler (Spiel, Gesang)

Musikalische Einrichtung: Ute Falkenau

Am Klavier: Lidia Kalendareva

Textfassung: Ildiko Bognar

Bühnenbild: Alexander Barmenkov, Anna Piro, Angelina Dashkevic

Kostümbild: Tatjana Hajdukova

Kostümbildassistenz: Angelina Dashkevic

Die Verwendung der Textauszüge aus „Im Reich der Schatten“ von Andrej Belyj, aus dem Russischen von Birgit Veit erfolgte mit freundlicher Genehmigung des Insel Verlages

Dauer: 1h 45 Min. (inkl. Pause nach ca. 45 Min.)

Vor ziemlich genau 100 Jahren emigrierten Hunderttausende Russen nach Berlin.

Die Oktoberrevolution 1917 und der darauffolgende Bürgerkrieg ließ zahlreiche Adlige, Geschäftsleute und Intellektuelle ihre Heimat verlassen.

Während sich die politischen Köpfe unter den russischen Emigranten in Paris versammelten, wurde Prag zum russischen Wissenschaftszentrum jenseits der Grenzen.

Und die Schriftsteller? Sie kamen nach Berlin! Fast alle bedeutenden russischen Autoren und Autorinnen des 20. Jahrhunderts lebten vorübergehend hier oder besuchten die Stadt, die Anfang der 20er Jahre zu einem regelrechten Versuchslabor des literarischen Exils wurde.

So wohnten und schrieben in Berlin: Vladimir Nabokov, Wladislaw Chodassewitsch, Andrej Bely, Boris Pasternak, Viktor Schklowski, Marina Zwetajewa, Nina Berberowa, Alexej Remisow, Mark Aldanow, Alexej Tolstoi, Ilja Ehrenburg, Maxim Gorki und viele mehr.

Zu dieser Zeit erhielt Charlottenburg den Spitznamen „Charlottengrad“; Berlin selbst wurde „Moskau an der Spree“ und „Dritte Hauptstadt Russlands“ genannt.

Doch wie lebten die Emigranten damals in Berlin und wie nahmen sie die Stadt wahr?

Bedeutete für sie das Leben im Exil das Versiegen ihrer Kreativität oder vielmehr eine neue künstlerische Chance?

Die Produktion beleuchtet ein Stück Berliner Geschichte, das eng mit der Thematik Flucht, Exil und letzten Endes Heimat verwoben ist.

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Genre:

Theater
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Tickets:

27.50 €
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Veranstalter:

Theater im Palais
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Veranstaltungsort:

Theater im Palais
Am Festungsgraben 1, 10117, Berlin
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Termin:

Mi. 27.05.26 19:30

Bewertungen

Das Theater wird als ein schöner Ort mit einem feinen Programm beschrieben. Die Texte werden als kenntnisreich und klug ausgewählt gelobt, während die Vortragenden mit klarer Sprache und Diktion begeistern. Die Live-Musik am Klavier untermalt die Aufführungen treffend.

Es wird betont, dass das Theater ein schöner Ort ist und das Stück gut konzipiert ist. Die Begleitung mit russischer Musik am Klavier wird besonders hervorgehoben. Es lohnt sich für Interessierte an der russischen Exil-Geschichte in Berlin vor 100 Jahren.

Das Theater wird als herrlich verrückt und wunderbar skurril beschrieben. Die Darsteller und die Pianistin werden als fantastisch gelobt.

Die Besucher haben das Theater sehr genossen und fanden die Aufführung von Tucholskys Geschichte und Gedankenwelt sehr amüsant. Auch die Flur-Galerie des Theaters hat einen positiven Eindruck hinterlassen. Insgesamt wird das Theater sehr empfohlen und es wird erwähnt, dass die Veranstaltung mit Tischablage für Getränke besonders angenehm war.

Das Theater erhält insgesamt eine Bewertung von 4,97/5 Sternen.

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