„Nach Mitternacht“ ist ein Theaterstück, das die Geschichte einer jungen Frau während der Naziherrschaft im Jahr 1936 erzählt. Die Protagonistin muss erwachsen werden und eine lebensverändernde Entscheidung treffen.
Theater in Berlin am 27.06.26: Nach Mitternacht

nach dem Roman von Irmgard Keun
Bühnenfassung von Gottfried Greiffenhagen
Regie: Irene Christ
mit Johanna Marie Bourgeois
48 Stunden im Jahr 1936. Die 19jährige Susanna beschreibt – zunächst mit überschäumender Lebenslust und satirischem Humor – die Geschehnisse um sie herum: ihre leidenschaftliche Liebe zu Franz, mit dem sie Zukunftspläne hat; das veränderte Verhalten der Menschen, die ihr nahestehen; das Leben mit den „Rassegesetzen“; überhaupt die neue Normalität: den Alltag während der Naziherrschaft. Ein Auftritt Hitlers vor einer begeisterten Menschenmenge auf dem Frankfurter Opernplatz wird zum Ausgangspunkt einschneidender Ereignisse. Die Schlinge zieht sich zu. Denunziationen sind an der Tagesordnung. »Mütter zeigen ihre Schwiegertöchter an, Töchter ihre Schwiegerväter, Brüder ihre Schwestern, Schwestern ihre Brüder… Nachbarn ihre Nachbarn.« Innerhalb kürzester Zeit ist Susanna nicht mehr nur humorvolle Beobachterin, sondern mittendrin und gezwungen, erwachsen zu werden. Während eines ausufernden Festes, kurz vor Mitternacht, muss eine große Lebensentscheidung her. Gehandelt wird nach Mitternacht.
Irmgard Keun, in den 1930er Jahren ein Star am Literaturhimmel und später wiederentdeckt, schrieb den Roman „Nach Mitternacht“ während ihrer Zeit im Exil. Er wurde 1937 in den Niederlanden veröffentlicht. Auch mit den Romanvorgängern „Gilgi, eine von uns“ und „Das kunstseidene Mädchen“ feierte sie sensationelle Erfolge. Gottfried Greiffenhagen verdichtet mit seiner Monologfassung Keuns großen Roman zu einem verzweifelt heiteren und erbarmungslos scharfsichtigen Theaterstück.
Theater
28.00 €
Theater Am Frankfurter Tor
Theater Am Frankfurter Tor
Karl-Marx-Allee 133, 10243, Berlin
Sa. 27.06.26 20:00
Bewertungen
Das Theaterstück „Nach Mitternacht“ mit Johanna Marie Bourgeois in der Hauptrolle als Susanna wird von den Besuchern als fantastische Leistung und Hochgenuss beschrieben. Die Darstellung ist beeindruckend und berührend, und erinnert an wichtige Kapitel der deutschen Geschichte. Das Stück wird als Mahnung betrachtet, nie wieder in diese dunklen Zeiten zurückzukehren. Die künstlerische Leistung von Johanna Marie Bourgeois wird als hervorragend und grandios gelobt, und Parallelen zur heutigen Zeit werden gezogen. Das Theater selbst wird als vielseitiges und empfehlenswertes Angebot mit freundlichem Empfang und gutem Service beschrieben. Die Besucher empfehlen das Theater gerne weiter und sind bisher nie enttäuscht worden.
Das Stück erfährt eine traurige Aktualität und die schauspielerische Leistung von Johanna Marie Bourgeois wird als beeindruckend und grandios beschrieben. Die junge Schauspielerin wird für ihre Darstellung in dem anspruchsvollen Stück gelobt und gratuliert. Insgesamt erhält das Theater eine Bewertung von 5,00/5 Sternen.









