Susanna erlebt dramatische Ereignisse im Jahr 1936 und muss eine wichtige Entscheidung treffen. Die Bühnenfassung von Gottfried Greiffenhagen zeigt ihre Entwicklung während der Naziherrschaft.
Theater in Berlin am 30.04.26: Nach Mitternacht

nach dem Roman von Irmgard Keun
Bühnenfassung von Gottfried Greiffenhagen
Regie: Irene Christ
mit Johanna Marie Bourgeois
48 Stunden im Jahr 1936. Die 19jährige Susanna beschreibt – zunächst mit überschäumender Lebenslust und satirischem Humor – die Geschehnisse um sie herum: ihre leidenschaftliche Liebe zu Franz, mit dem sie Zukunftspläne hat; das veränderte Verhalten der Menschen, die ihr nahestehen; das Leben mit den „Rassegesetzen“; überhaupt die neue Normalität: den Alltag während der Naziherrschaft. Ein Auftritt Hitlers vor einer begeisterten Menschenmenge auf dem Frankfurter Opernplatz wird zum Ausgangspunkt einschneidender Ereignisse. Die Schlinge zieht sich zu. Denunziationen sind an der Tagesordnung. »Mütter zeigen ihre Schwiegertöchter an, Töchter ihre Schwiegerväter, Brüder ihre Schwestern, Schwestern ihre Brüder… Nachbarn ihre Nachbarn.« Innerhalb kürzester Zeit ist Susanna nicht mehr nur humorvolle Beobachterin, sondern mittendrin und gezwungen, erwachsen zu werden. Während eines ausufernden Festes, kurz vor Mitternacht, muss eine große Lebensentscheidung her. Gehandelt wird nach Mitternacht.
Irmgard Keun, in den 1930er Jahren ein Star am Literaturhimmel und später wiederentdeckt, schrieb den Roman „Nach Mitternacht“ während ihrer Zeit im Exil. Er wurde 1937 in den Niederlanden veröffentlicht. Auch mit den Romanvorgängern „Gilgi, eine von uns“ und „Das kunstseidene Mädchen“ feierte sie sensationelle Erfolge. Gottfried Greiffenhagen verdichtet mit seiner Monologfassung Keuns großen Roman zu einem verzweifelt heiteren und erbarmungslos scharfsichtigen Theaterstück.
Theater
28.00-28.00 €
Theater Am Frankfurter Tor
Theater Am Frankfurter Tor
Karl-Marx-Allee 133, 10243, Berlin
Do. 30.04.26 18:00
Bewertungen
Das Theaterstück „Nach Mitternacht“ von Johanna Marie Bourgeois wurde von den Besuchern als hervorragende künstlerische Leistung gelobt. Es wurden Parallelen zur heutigen Zeit und den Ängsten der Menschen gezogen. Das vielseitige Angebot des Theaters und der freundliche Service wurden ebenfalls positiv hervorgehoben. Die schauspielerische Leistung von Johanna Marie Bourgeois wurde als grandios und beeindruckend bezeichnet, was durch den langen Applaus und Bravorufe bestätigt wurde. Auch die Darstellung von verschiedenen Protagonisten in dem Stück wurde als fesselnd und beeindruckend empfunden. Die Aufführung wurde als ereignis- und abwechslungsreich beschrieben und die schauspielerische Leistung als großartig gelobt. Insgesamt erhielt das Theater eine Bewertung von 5,00/5 Sternen.









