In einer Welt voller KI-Systeme und automatisierter Sprachproduktionen stellt sich die Frage nach dem Wert menschlicher Übersetzungsarbeit und den langfristigen Folgen.
Vorträge & Diskussionen in Berlin am 18.09.26: Welche Zukunft haben menschliche Sprachen mit KI?

Wie verändert KI unsere Sprachen? Ein Gespräch über menschliches Übersetzen in Zeiten automatisierter Sprachproduktion.
Mit Claudia Hamm, Chantal Wright, Petra Schaper Rinkel und Maike Albath
In Zeiten von KI-Systemen und automatisierter Sprachproduktion gewinnt die Frage nach dem Wert menschlicher Übersetzungsarbeit neue Dringlichkeit. Was geht bei maschineller Übersetzung verloren? Birgt das Versprechen, Sprachbarrieren effizient und kostengünstig zu überwinden, nicht auch langfristige Gefahren? Welche Folgen hat es für die Gesellschaft, wenn wir menschliche Sprachen automatisieren? Anhand vieler konkreter Beispiele beleuchten die Übersetzerinnen und KI-Spezialistinnen Claudia Hamm (Berlin) und Chantal Wright (Zürich) sowie die Politikwissenschaftlerin und Innovationsforscherin Petra Schaper Rinkel (Graz) gemeinsam mit Autorin und Journalistin Maike Albath (Berlin) dieses Thema.
Claudia Hamm
Claudia Hamm, geboren 1969 in Jena, lebt als Literaturübersetzerin, Autorin und Theaterregisseurin in Berlin. Für ihre Übersetzungen aus dem Französischen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erschien Emmanuel Carrères Die Parallelwelten des Philip K. Dick (2025). Sie ist Mitgründerin des Festivals translationale berlin und lehrt an verschiedenen Hochschulen. Claudia Hamm initiierte 2023 den Arbeitskreis Literaturübersetzen und KI, der mit den Literaturübersetzerverbänden aus D-A-CH das Manifest für menschliche Sprache veröffentlichte. 2024 gab sie das Akzente-Heft Automatensprache heraus.
Foto: Michael Donath
Chantal Wright
Chantal Wright, geboren 1975 in Manchester (England), ist Literaturübersetzerin und Professorin für Creativity and the Language Industry an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Sie übersetzt aus dem Deutschen und Französischen ins Englische, wurde u. a. mit dem Cliff Becker Book Prize ausgezeichnet und gründete den Warwick Prize for Women in Translation. Wright ist Autorin des wissenschaftlichen Handbuchs Literary Translation (Routledge, 2016) und lehrte an mehreren internationalen Universitäten. Ihre Übersetzungen von Kinderbüchern wurden zweimal für den Marsh Award for Children’s Literature in Translation nominiert. Gerade hat sie mit Simon Pare die Übersetzung des Briefwechsels zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch Wir haben es nicht gut gemacht (Suhrkamp, 2022) abgeschlossen, der Ende 2026 bei Seagull Books erscheinen soll.
Foto: Foto Christa Stocker/ZHAW
Petra Schaper Rinkel
Petra Schaper Rinkel forscht dazu, wie das Neue in die Welt kommt und unter welchen Bedingungen Zukünfte möglich werden. Als Politikwissenschaftlerin und kritische Zukunftsforscherin untersucht sie das Verhältnis von Politik, Technologie und Zukunft. Am AIT Austrian Institute of Technology leitete sie europäische Foresight-Projekte. An der Universität Graz baute sie als Professorin für Wissenschafts- und Technikforschung und Vizerektorin für Digitalisierung das Interdisziplinäre Digitale Labor (IDea_Lab) auf und war dessen Gründungsdirektorin. Von 2023 bis 2025 war sie Rektorin der Universität für angewandte Kunst Wien. Heute forscht sie an der Universität Graz.
Foto: Uni Graz/Kanizaj
Maike Albath
Maike Albath (* 1966 in Braunschweig) ist eine deutsche Literaturkritikerin, Autorin und Journalistin. Sie studierte Romanistik und Germanistik in Berlin und Italien und promovierte über den Dichter Andrea Zanzotto. Seit 1993 ist sie als Journalistin für Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur tätig und schreibt u. a. für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. 2002 wurde ihre Arbeit als Literaturkritikerin mit dem Alfred-Kerr-Preis gewürdigt, 2006 erhielt sie die Übersetzerbarke des VdÜ. Sie veröffentlichte mehrere Sachbücher über italienische Literatur und Kultur, u. a. „Der Geist von Turin“ (2010), „Rom, Träume“ (2013), „Trauer und Licht“ (2019) und „Bitteres Blau“ (2024). Sie lebt in Berlin.
Foto: Michela Di Savino
Vorträge & Diskussionen
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Festival für Literaturübersetzung
Collegium Hungaricum Berlin
Dorotheenstraße 12, 10117, Berlin
Fr. 18.09.26 16:15
Bewertungen
Das Venue wird als Ort beschrieben, an dem Interviews über Skype übertragen werden, wenn die Gäste nicht persönlich anwesend sein können.
Die Besucher bedauern, dass die ägyptische Journalistin nicht live vor Ort war, sondern in Kairo festsaß und das Interview daher nur virtuell stattfinden konnte.
Insgesamt wird das Venue mit 3,00/5 Sternen bewertet.









