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Vorträge & Diskussionen in Berlin am 19.03.26: „Griechischer Salon // Chios und Pylos“

Die Küstenwache steht vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung. Das Unglück vor Pylos und Chios forderte viele Menschenleben.

Foto: TwoTickets.de / Unsplash

– Werden die Chefs der Küstenwache wegen fahrlässiger Tötung verurteilt?

01. Februar 2026:

Wieder wie vor zwei Jahren vor Pylos fanden Geflüchtete den Tod durch Aktionen der Küstenwache. Damals vor Pylos ertranken mehr als 600 Geflüchtete beim Versuch des Abschleppes durch das Küstenwachenboot.

Vor Chios starben die Geflüchteten bei einer Kollison mit einem Küstenwachenboot.

Am 09. Juni 2023 startete der Fischkutter „Adriana“ mit mehreren Hundert Menschen an Bord.

Am 13. Juni innerhalb der griechischen Such- und Rettungszone wurde das Boot manövrierunfähig. Die griechische Küstenwache rettete sie nicht, sondern beobachtete sie 15 Stunden lang.

Auch die Europäische Agentur für Grenzschutz – Frontex – war von Anfang an informiert.

Dann, 80 km vor Pylos, versuchte ein Schiff der griechischen Küstenwache, das Boot mit einem Seil in Richtung Italien zu schleppen, anstatt die Menschen von Bord zu holen. Mehrere Handelsschiffe in der Nähe hatten hierzu ihre Hilfe angeboten.

Das Manöver ging schief. Der Fischkutter geriet infolge des Abschleppversuches bei ruhiger See ins Schaukeln und sank.

Es konnten ca. 100 Menschen gerettet werden – mehr als 600 weitere Menschen ertranken.

Die griechische Regierung versuchte von Anfang an, die Verantwortung der Küstenwache für das Unglück zu vertuschen.

Mittlerweile wird aber gegen 21 Mitarbeiter der Küstenwache u.a. wegen Aussetzung Hilfsbedürftiger und fahrlässiger Tötung ermittelt. Dazu gehören sowohl der damalige als auch der amtierende Chef der Küstenwache.

Der Fall „Pylos“ zeigt eindrucksvoll, mit welcher kriminellen Energie EU-Behörden bei der für alternativlos erklärten Migrationsabwehr vorzugehen bereit sind. Der Tod von Hunderten von Menschen wurde dabei billigend in Kauf genommen.

Eine Rechtsanwältin und Mitarbeiterin von „Refugee Support Aegean“ vertritt als Nebenklagevertreterin Überlebende des Unglücks. Sie wird von dem laufenden Verfahren berichten.

Daneben wird uns ein Mitarbeiter von „Pro Asyl“ über die aktuellen Entwicklungen in Europa informieren.

Eintritt frei – Spenden erbeten.

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Freikarten schon vergeben.
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Vorträge & Diskussionen
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Veranstalter:

Regenbogenfabrik Block 109 e.V.
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Veranstaltungsort:

Regenbogen Kino
Lausitzer Straße 22, 10999, Berlin
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Termin:

Do. 19.03.26 19:30

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