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Klassische Konzerte in Hamburg am 15.09.26: Resonanzen eins

Das Ensemble Resonanz erforscht mit Anna Prohaska und Enno Poppe Momente des Fremdseins und der Transformation in einem neuen Werk für Sopran und Kammerorchester. Eine musikalische Reise zwischen Barock und Gegenwart.

Foto: TwoTickets.de / Unsplash

Ein Ich im Ausnahmezustand: Momente, in denen Gewohntes ins Wanken gerät, Grenzen verschwimmen und man sich selbst fremd wird. Solche Erfahrungen kennen wir alle – als Einzelne, vielleicht auch als Kollektiv. Zu seinem Saisonauftakt geht das Ensemble Resonanz gemeinsam mit der Sopranistin Anna Prohaska und dem Dirigenten Enno Poppe diesem Zustand nach. Ausgangspunkt ist Arthur Rimbauds Satz »Ich ist ein anderer« – die Idee, dass sich das Eigene erst im Fremden zeigt. Zwischen Barock und Gegenwart spannt das Programm einen Bogen über mehrere Jahrhunderte, in denen etwas hörbar wird, das sich entzieht, verschiebt und verwandelt. Im Zentrum steht ein neues Werk von Enno Poppe für Sopran und Kammerorchester, ein Kompositionsauftrag des Ensemble Resonanz und der Berliner Festspiele, kurz zuvor beim Musikfest Berlin uraufgeführt.

In seinen »Illuminations«, einer Sammlung von Prosagedichten, entwickelt Arthur Rimbaud eine Sprache an der Schwelle zur Moderne, die Identität nicht festschreibt, sondern in Zustände zerlegt. »Ich ist ein anderer« – ein radikaler Perspektivwechsel, ein neuer Denkimpuls. Kein literarisches Spiel, sondern Erfahrung: Momente, in denen Wahrnehmung kippt, sich vervielfacht, ins Surreale und Groteske driftet.

Benjamin Britten greift diese flirrende Bildwelt 1939 in seinem gleichnamigen Liederzyklus auf: Für Sopran und Streicher übersetzt er Rimbauds Visionen in eine Musik zwischen Ekstase und Zerbrechlichkeit. Mit Anna Prohaska steht eine Sängerin auf der Bühne, die diese Extreme mit großer Präzision und klanglicher Beweglichkeit auslotet und in der Schwebe hält. Und das Ich bleibt in Bewegung. Bei Jean-Philippe Rameau, im französischen Barock, erscheint es im Spiel der Masken, vertraut und zugleich entrückt, ein schillerndes Theater von rhythmischer Energie. Claude Vivier richtet den Blick nach innen – der Klang scheint sich selbst zu hören, im Moment seines Entstehens zu verwandeln.

Und Enno Poppe? Er treibt dieses Spiel mit dem Ich auf seine Art weiter – mit mikrotonalen Verschiebungen, barocken Echos und Klängen, die ausfransen. Was sich hier formt, bleibt offen.

Benjamin Britten (1913-1976)Les Illuminations op. 18 (Liederzyklus nach Gedichten von Arthur Rimbaud)

Claude Vivier (1948-1983)Zipangu 

Jean-Philippe Rameau (1683-1764)Suite aus dem Opéra-ballet »Les Indes galantes«

Enno Poppe (*1969)»Kreis« für Sopran und Kammerorchester auf Texte von Angelus Silesius*

Anna Prohaska, SopranEnno Poppe, DirigentEnsemble Resonanz

 

 

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Genre:

Klassische Konzerte
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Tickets:

19.00-58.00 €
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Veranstalter:

Ensemble Resonanz
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Veranstaltungsort:

Elbphilharmonie, Kleiner Saal
Platz der Deutschen Einheit 4, 20457, Hamburg
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Termin:

Di. 15.09.26 19:30

Bewertungen

Die Elbphilharmonie wird in den Bewertungen als ein wunderbarer Ort für Konzerte gelobt. Besucher schätzen den kleinen Saal und die gute Auswahl an Stücken. Die Musiker und Musikerinnen werden als toll und die Programme als schön beschrieben. Die Plätze sind gut und die Abwicklung unkompliziert. Besucher freuen sich auf weitere Veranstaltungen in der Elbphilharmonie.

Das Armoniosa Ensemble wird ebenfalls gelobt für ihre Auftritte in der Elbphilharmonie. Die Konzerte sind sehr schön und kurzweilig, leider enden sie zu schnell. Das Ensemble wird als toll beschrieben.

Die Elbphilharmonie erhält insgesamt eine Bewertung von 4,80/5 Sternen.

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