Hannah Arendt gab 1964 ein legendäres Interview. Ihr politischer Begreifen bleibt auch heute relevant.
Theater in Hamburg am 07.04.26: Zur Person: Hannah Arendt

1964 gibt Hannah Arendt dem noch jungen Journalisten Günter Gaus ein Interview, das inzwischen legendär ist. Arendt begegnet ihrem sanften Gegenüber mit der gnadenlosen Präzision ihrer Intellektualität. Immer wieder kommt sie auf den Schock von 1943 zu sprechen, als sie, inzwischen im US-amerikanischen Exil, von der „Fabrikation der Leichen“ (Arendt) in Auschwitz erfuhr. Ein Schock, aus dem ihre politische Theorie des Begreifens erwuchs: „Begreifen bedeutet, sich aufmerksam und unvoreingenommen der Wirklichkeit, was immer sie ist oder war, zu stellen und entgegenzustellen.“ Es ist dies ein Entgegenstellen, das, 2025, immer schwieriger zu werden droht. Nicht nur, weil der Wille genau hinzuschauen schwindet, sondern schlicht und ergreifend deshalb, weil 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs das Erinnern an Wirklichkeit, die immer auch Vergangenheit ist, schwindet. Julia Wieninger erweckt in diesem Reenactment die große Hannah Arendt einen Abend lang zum Leben.
Mit: Julia Wieninger, Michael Weber
Theater
28.00 €
Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Kirchenallee 39, 20099, Hamburg
Di. 07.04.26 19:30
Bewertungen
Das Theater wird insgesamt sehr positiv bewertet, mit Lob für die Darsteller:innen, das Bühnenbild und die Inszenierung. Es wird als beeindruckend, aktuell und inspirierend beschrieben. Sowohl die Performancegruppe Studio Vivarium als auch die Regiearbeit von Phillippe Quesne werden gelobt. Es wird darauf hingewiesen, dass ernste Themen wie Klimawandel und Krieg in den Stücken behandelt werden, aber auch humorvolle Elemente enthalten sind. Die Zuschauer:innen freuen sich auf weitere Veranstaltungen in diesem Format. Auch die reibungslose Organisation und Ticketbuchung werden positiv hervorgehoben.
Gesamtbewertung des Veranstaltungsortes: 4,80/5 Sterne.









