Der Autor Péter Nádas beschreibt präzise und poetisch seinen eigenen Tod. Seine Erfahrung zwischen Diesseits und Jenseits verändert sein Leben nachhaltig.
Theater in Hamburg am 22.10.26: Der eigene Tod

Fast protokollarisch, präzis und poetisch beschreibt der preisgekrönte ungarische Autor Péter Nádas, was der Titel benennt: den eigenen Tod. Nur knapp überlebt er einen Herzinfarkt. Im Schwebezustand zwischen Diesseits und Jenseits begegnet ihm „der/die/das Andere“ in sich. Sich selbst ganz entfremdet erfährt er das Erlöschen des Denkens – und sein Wiedereinsetzen. Nur Zusammenhang und Kontinuität zu allem, was bisher war, scheinen verloren. „Deine einstigen Erlebnisse schweben im All der Zeitlosigkeit als Schatten von Planeten mit dir.“ Einer der größten Autoren des 20. Jahrhundert berichtet in diesem knappen Essay auf einzigartige Weise von einem Zustand, dessen Auswirkungen sein bisheriges Leben, aber auch seine Arbeit als Schriftsteller nachhaltig erschüttern. Was diesem maximal persönlichen Text zusätzlich eine ungeheure Aktualität verleiht: Nádas schildert beängstigend lebensnah, wie lange und hartnäckig er die Symptome ignoriert, wie er mit ungeheurer Anstrengung den Schmerz und die Schwäche wegdrückt, bis buchstäblich in den Tod. Und weiter zurück, an den Anfang, den Moment der Geburt, 1942, Budapest.
»Nach dem Tod«: Gespräch über Péter Nádas’
Im Anschluss an die Wiederaufnahme von »Der eigene Tod« am 22/10 wird es ein Gespräch zum Tod von Péter Nádas geben. Eingeladen sind Iris Radisch, die ein großes Interview mit dem Autor über »Der eigene Tod« geführt hat, und der Regisseur des Abends, András Dömötör, den eine Freundschaft mit Nádas verband. Moderieren wird Dramaturg Ralf Fiedler.
„Jetzt also trete ich ab, das war tatsächlich mein Gedanke. Ich wusste, wenn ich diese Grenze zwischen Dunkelheit und Licht überschreite, gibt es kein Zurück mehr“ – schreibt Nádas 2002 über die Erfahrung eines Herzstillstands. Worte wie Glückszustand und Transzendenz ohne Gott fallen, die Erfahrung erschüttert ihn tiefgreifend, verändert in der Folge sein Schaffen und die eigene Sicht darauf. Am 26/8/2026 ist Péter Nádas „tatsächlich“ an Herzversagen gestorben.
Es spielen: Markus John, Matti Krause, Jan Thümer
Theater
11.00-55.00 €
Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Kirchenallee 39, 20099, Hamburg
Do. 22.10.26 20:00
Bewertungen
Das Theater wird insgesamt positiv bewertet, mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,33/5 Sternen. Die Atmosphäre wird als angenehm und einladend beschrieben. Besonders die Schauspieler werden gelobt, sowohl für ihre Leistung als auch für ihre Darstellung. Das Bühnenbild wird als beeindruckend und fantastisch bezeichnet, und die Inszenierungen werden als kreativ und interessant wahrgenommen.
Einige Besucher empfanden jedoch eine Aufführung als überdreht und anstrengend, mit einem Fokus auf provokante Sprache und Themen. Trotzdem wird die Schauspielerleistung und die Umsetzung der Stücke positiv hervorgehoben. Insgesamt scheint die Vielfalt der Veranstaltungen im Theater zu gefallen, von märchenhaften Inszenierungen bis hin zu ernsteren Themen wie Klimawandel und Krieg.









