Während Syrakus sich auf einen Krieg vorbereitet, wird Amenaide des Hochverrats beschuldigt. Tancredi kehrt inkognito zurück, um seine Geliebte zu retten.
Oper in Frankfurt am Main am 05.11.26: »Tancredi«

Während Syrakus sich auf einen Krieg gegen die Sarazenen vorbereitet, wird die Königstochter Amenaide des Hochverrats beschuldigt.
Man wirft Amenaide vor, sie habe einen Brief an Solamir, den Anführer der Sarazenen, geschrieben, in dem sie ihm ihre Liebe gesteht. Kurz vor ihrer Hinrichtung kehrt Tancredi, ein aus Syrakus verbannter Ritter und Amenaides heimlicher Geliebter, inkognito in die Stadt zurück. An ihn war der Brief eigentlich gerichtet. Zwar rettet Tancredi seine Geliebte vor der Hinrichtung, doch zweifelt er an ihrer Treue. Der Krieg mit den Sarazenen rückt näher, und Tancredi soll die Stadt in die entscheidende Schlacht führen.
So kompliziert sich das Libretto liest – neben dem abgefangenen Brief spielt auch die Beendigung einer Familienfehde und die damit verbundene Zwangsheirat eine Rolle –, so klar fasst Rossini das Geschehen in Musik. Mit Tancredi, seiner ersten Opera seria, startete der erst 20-Jährige seine internationale Karriere. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Werk von New York bis Wien viel gespielt. Heute steht es im Schatten der komischen Opern Rossinis. Ein Grund dafür ist die dem Ende des Kastraten-Zeitalters geschuldete Besetzung der Titelpartie als Hosenrolle mit einem Mezzosopran, die jedoch von ganz eigenem Reiz ist. Die Partitur ist dem Belcanto-Ideal des 18. Jahrhunderts verpflichtet und verströmt klassizistische Anmut, geht jedoch kompositorisch neue Wege. Trotz der tragischen Verwicklungen dominiert ein ausgewogener, fast heiterer Grundton von arkadischer Schwerelosigkeit.
Oper
16.00-114.00 €
Oper Frankfurt
Oper Frankfurt
Untermainanlage 11, 60311, Frankfurt am Main
Do. 05.11.26 19:00
Bewertungen
Die Venue erhält eine Bewertung von 4,50/5 Sternen. Besucher loben die guten Plätze und die Möglichkeit, Tickets als PDF zu erhalten. Es wird erwähnt, dass es vor den Veranstaltungen Einführungen gab. Die Inszenierung der Opern wird als gelungen und passend beschrieben, obwohl es bei manchen Arien Zwischenapplaus gab. Trotz der geringen Handlung in einer der Opern wurde die Szene gut umgesetzt.









