Die Atomforschung birgt sowohl Fluch als auch Segen. Die Ausstellung zeigt die Janusköpfigkeit dieser Forschung und hinterfragt liebgewordene Gewissheiten.
Museen in Celle am 21.10.26: Strahlende Zeiten!

In der öffentlichen Wahrnehmung stehen die Entdeckungen und Anwendungen der Atomforschung zwischen Verharmlosung und Verteufelung. Dies möchte die Ausstellung aufbrechen, indem sie Fluch und Segen der Atomforschung aufzeigt, Legenden entlarvt, mit Unbekanntem überrascht und liebgewordene Gewissheiten in Frage stellt. Der Zeitbogen reicht von der Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 bis zur Neutronenbombe Anfang der 1980er Jahre. Anknüpfungspunkt ist die Verlagerung der Uranisotopentrennung in das Seidenwerk Spinnhütte in Celle im November 1944, als die deutsche Atombombenforschung aufgrund der Bombardements der Alliierten dezentral auf ländliche Regionen verlegt wurde.
Kaum eine Entdeckung fand so schnell weltweite Verbreitung und Anwendungen wie die Röntgenstrahlen. Doch schon bald zeigte sich, dass ein allzu sorgloser Umgang mit den neuen Wunderstrahlen auch Gefahren mit sich zog. Gleiches gilt für das Radium, das in den 1920er und 1930er Jahren für Heilkraft und Vitalität stand und sogar in die Kosmetik Einzug hielt.
Die Janusköpfigkeit der Forschung wird nirgendwo deutlicher als bei der Kernforschung im Zweiten Weltkrieg, die von Anfang an mit militärischen Anwendungen lockte und am Ende in die atomaren Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki führte.
Die 1950er und 1960er Jahre waren von einer Euphorie über die zukünftigen Möglichkeiten der zivilen Nutzung der Kernenergie geprägt. Gleichzeitig wuchs die Angst vor immer mächtigeren Bomben und den Folgen des ungezügelten nuklearen Wettrüstens. In Kontrast dazu stand die Trivialisierung der Atombombe in der Spielwarenindustrie oder im Zivilschutz.
Museen
8.00 €
Bomann-Museum Celle
Bomann Museum
Schloßplatz 7, 29221, Celle
Mi. 21.10.26 00:00









