Jin Jim ist ein aufstrebender Name in der deutschen Jazzszene. Mit ihrem Debütalbum „Weiße Schatten“ begeistern sie ihr Publikum.
Jazz, Blues, Funk & Soul in Hürth am 22.08.26: Open Air – JinJim

„Senkrechtstart“ – so beschreibt der NDR den Aufstieg von Jin Jim in der deutschen Jazzszene. Diese Worte sind durchaus berechtigt, wenn man die relativ kurze Vorgeschichte bedenkt, die nun in ihrem Debütalbum „Weiße Schatten“ (ACT) gipfelt.
So wurde die Band „Young German Jazz“ auf Jin Jim aufmerksam, eine Initiative von ACT zur Förderung herausragender junger deutscher Musiker. 2016 starteten Jin Jim mit Unterstützung des Goethe-Instituts ihre ersten großen Tourneen.
Zunächst reisten sie nach Peru, dem Geburtsland von Daniel Manrique-Smith, und im Herbst desselben Jahres durch fünf afrikanische Länder. 2017 war es dann soweit. „Wir hatten das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein“, sagt Manrique-Smith. Dieser „richtige Ort“ war das Jazz Baltica Festival, wo die vier auf der Hauptbühne spielten. „Wir bekamen Standing Ovations. Ich hatte die nächsten drei Tage Gänsehaut.“ Unter den begeisterten Zuschauern war auch Siggi Loch von ACT, der Jin Jim unter Vertrag nahm.
Eine Erklärung dafür ist, dass die vier Mitglieder von Jin Jim zwar erst 2013 gegründet wurden, als sie alle um die 30 Jahre alt waren, die gemeinsamen Wurzeln der Band aber viel weiter zurückreichen.
Trawinski stammt aus einer musikbegeisterten Familie mit Vorfahren aus Polen und Kroatien und spielte Gitarre, Flöte, Klavier und sang, bevor er schließlich zum Bass fand.
May ist Musikerin und vertiefte ihre Auseinandersetzung mit lateinamerikanischer Musik während eines Studienaufenthalts in Havanna.
Stallmann spielte Schlagzeug in verschiedenen Bands – von Folk und Rock ’n’ Roll bis hin zu modernem Jazz und Weltmusik – und wirkte außerdem an Tanz- und Theaterproduktionen mit.
Alle drei studierten am Arnheimer Konservatorium in den Niederlanden und spielen seitdem zusammen. Diese Gemeinsamkeiten erklären, wie selbstverständlich May, Trawinski und Stallmann das rhythmische Fundament für komplexe, schnelle und anspruchsvolle Stücke wie „Duende“ oder „Mankafiza“ erarbeiteten und so Daniel Manrique-Smiths Flöte freie Entfaltung ermöglichten.
Die Flöte ist im Jazz ein seltenes Instrument, meist nur gelegentlich eingesetzt, um dem Klangbild eine zusätzliche Farbe zu verleihen. Bei Jin Jim geht ihre Funktion weit darüber hinaus; sie übernimmt die führende solistische Rolle. Manrique-Smith, der in Frankfurt und an der Musikhochschule Köln studiert hatte, bevor er mit Stars wie Dee Dee Bridgewater, Samuel Rohrer und Halo Schifrin auftrat, spielt das Instrument mit außergewöhnlicher Virtuosität und Vielseitigkeit. In „Weiße Schatten“ vereint er ein ganzes Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten, von einem silbrigen klassischen Ton über den stets leicht hauchigen Anschlag und die leuchtenden Farben Lateinamerikas bis hin zu völlig ungebändigten Jazz-Soli. Und wenn Manrique-Smith summt, bläst und singt, könnte man meinen, Ian Anderson von Jethro Tull säße im Raum.
Open Air hinter dem Jazzkeller Hürth-Gleuel, Hermülheimer Straße 12-14
Eintritt: 25€ ; nur Abendkasse; freie Platzwahl
Einlass: 19 Uhr; Beginn: 20 Uhr
Jazz, Blues, Funk & Soul
15.00 €
Jazz Club Hürth
Jazzkeller Hürth
Hermülheimer Str. 12-14, 50354, Hürth
Sa. 22.08.26 20:00
Bewertungen
Das Venue wird in den Bewertungen als ein Ort mit toller Atmosphäre und exzellenten Musikern beschrieben. Die Veranstaltungen sind Highlights, die es sich lohnt zu besuchen. Die Musiker erhalten viel Beifall und das Zusammenspiel wird gelobt. Die Konzerte sind entspannend schön und harmonisch. Es wird besonders die Wertschätzung der Musiker untereinander hervorgehoben. Insgesamt wird das Venue als ein Ort für musikalische Hochgenüsse beschrieben.
Das Venue wird mit einer Bewertung von 4,97/5 Sternen bewertet.









