Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester hat auf die Kritik von Jan Böhmermann an der Olympia-Bewerbung für Köln und NRW reagiert und betont, dass die Spiele positive Auswirkungen auf die Region haben könnten. Er lädt Böhmermann zu einem klärenden Gespräch ein.
Kölner Oberbürgermeister Burmester reagiert auf Böhmermanns Kritik zur Olympia-Bewerbung

Der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester hat auf die Kritik an der Olympia-Bewerbung von Köln und Nordrhein-Westfalen reagiert. In seiner Stellungnahme wendet er sich direkt an die Kritiker, zu denen auch der Satiriker Jan Böhmermann zählt. Burmester äußerte, dass in Deutschland oft eine ablehnende Haltung eingenommen werde, und bezeichnete Böhmermann als Teil dieser Gruppe, die gegen die Bewerbung sei.
Böhmermann hatte in seinem Podcast geäußert, dass die Kölner Bevölkerung kein Interesse an der Ausrichtung der Olympischen Spiele habe. Burmester hingegen ist überzeugt, dass die Olympischen Spiele positive Effekte für die Stadt und das gesamte Bundesland mit sich bringen könnten. Er bot Böhmermann an, in einem persönlichen Gespräch die Argumente für die Bewerbung zu erörtern.
Kölner Bewerbung für die Olympischen Spiele
Köln bewirbt sich zusammen mit 16 weiteren Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044. Seit Ende März haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, im Rahmen eines Ratsbürgerentscheids über die Bewerbung abzustimmen. Burmester berichtete, dass bereits eine signifikante Anzahl von Wahlberechtigten per Briefwahl ihre Stimme abgegeben hat.
Für den Erfolg der Bewerbung ist es notwendig, dass alle betroffenen Kommunen im Bürgerentscheid bis zum 19. April zustimmen. Sollte eine Kommune die Bewerbung ablehnen, gibt es bereits Alternativen für die Wettkampfstätten. Die Zustimmung von Köln und Düsseldorf, den zentralen Städten der Bewerbung, ist jedoch unerlässlich.
Aktueller Stand der Abstimmungen
Der Oberbürgermeister zeigte sich optimistisch bezüglich der Zustimmung zur Bewerbung: „Ich gehe davon aus, dass wir überall die Mehrheit erreichen.“ In Köln haben bereits etwa 30 Prozent der 814.141 Wahlberechtigten an der Abstimmung teilgenommen. Neben Köln bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin um die Ausrichtung der Spiele. In München hatten bereits im Oktober 2025 66,4 Prozent der Wähler für eine Bewerbung gestimmt.
Die Abstimmung in Hamburg findet am 31. Mai statt, während in Berlin aufgrund verfassungsrechtlicher Bestimmungen kein Bürgerentscheid erforderlich ist.
Reaktionen auf Söders Aussagen
Zusätzlich reagierte Burmester auf die Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der München als die beste Kandidatur bezeichnete. Burmester nahm dies zur Kenntnis und lud Söder ein, sich während der Spiele in Nordrhein-Westfalen selbst von der Qualität der Bewerbung zu überzeugen. Er wies darauf hin, dass in Nordrhein-Westfalen mehr als vier Millionen Menschen wahlberechtigt sind, was die Region zu einer starken Kandidatin macht.
Nach Abschluss aller Ratsbürgerentscheide plant der Deutsche Olympische Sportbund im Herbst 2026, eine endgültige Entscheidung über die Bewerbung zu treffen. Diese Entscheidung muss sich im Rahmen des Verfahrens des Internationalen Olympischen Komitees gegen internationale Mitbewerber durchsetzen. Die Olympischen Spiele in Deutschland wären die ersten seit den Spielen in München im Jahr 1972.
Bildquelle: ai-generated-gemini








