Die Stadt Köln hat entschieden, kein städtisches Public Viewing zur Fußball-WM 2026 anzubieten, und auch Außengastronomen haben noch keine Genehmigung erhalten, da die Spiele in die Nachtruhe fallen. Die Stadt prüft derzeit, ob Ausnahmen vom Lärmschutz erteilt werden können.
Kölns Genehmigung für Public Viewing zur WM 2026 steht noch aus

Die Stadt Köln hat entschieden, während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 kein städtisches Public Viewing anzubieten. Zudem ist unklar, ob Außengastronomen die Möglichkeit erhalten, die Spiele im Freien zu zeigen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli statt und wird in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen. Auf eine Anfrage der Kölner Lokalredaktion wurde bereits bestätigt, dass kein städtisches Public Viewing geplant ist. Auch für die Außengastronomen gibt es bisher keine Genehmigung, um die Spiele zu übertragen.
Eine Ausnahmegenehmigung der Stadt Köln ist erforderlich, da die Spiele aufgrund der Zeitverschiebung in die Nachtruhe fallen. Ein Sprecher der Stadt erklärte, dass nach dem Immissionsschutzgesetz des Landes zwischen 22 und 6 Uhr grundsätzlich Nachtruhe herrscht. Kommunen können jedoch in besonderen Fällen Ausnahmen erteilen. Die Stadt Köln prüft derzeit, unter welchen Bedingungen solche Ausnahmen für die Außengastronomie möglich sind.
Um eine Ausnahmegenehmigung erteilen zu können, ist ein Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen notwendig. Dieser wurde bereits am 8. April an die Bezirksregierung Köln gesendet und liegt der Kölner Lokalredaktion vor.
Die Interessengemeinschaft Kölner Gastro äußerte sich besorgt über die späte Entscheidung. Maike Block von der IG Kölner Gastro erklärte, dass viele Gastronomen rechtzeitig planen müssen, um Personal und Technik zu organisieren. Wenn die Kölner Betriebe erst vier Wochen vor der WM informiert werden, bleibt kaum Zeit für die notwendigen Vorbereitungen. In der Vergangenheit hatte die Stadt bei ähnlichen Anfragen oft länger für Entscheidungen benötigt.
Für die Heim-EM 2024 gab es beispielsweise erst zwei Wochen vor Turnierbeginn eine Ausnahmeregelung. Der Zeitpunkt, an dem die Stadt Köln über mögliche Ausnahmen der Nachtruhe entscheiden wird, ist derzeit noch ungewiss.
Quellen: Ströer Digital Publishing, Deutschland Echo, Bamberger Echo
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