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Preisanstieg beim Tanken in Köln trotz fallender Ölpreise

Trotz eines Rückgangs des Ölpreises um 16 Prozent steigen die Spritpreise in Köln. An den Tankstellen wurden die Preise für Diesel und Super E10 sowie E5 kurz nach Mittag deutlich erhöht.

Tanken in Köln: Ölpreis sinkt – aber Super und Diesel wird noch teurer
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In Köln steigen die Kraftstoffpreise, obwohl der Ölpreis gesunken ist. Am Mittwoch kam es zu einem signifikanten Rückgang des Ölpreises, der um 16 Prozent fiel, was jedoch nicht zu einer Senkung der Spritpreise an den Tankstellen führte.

Der Rückgang des Ölpreises wurde durch die Ankündigung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ausgelöst. Trotz eines vorübergehenden Rückgangs des Preises für ein Fass Brent-Öl auf 91,70 US-Dollar, erholte sich der Kurs am Mittwochmorgen leicht auf etwa 95,12 Dollar, was jedoch immer noch einen Rückgang von rund 13 Prozent im Vergleich zum Vortag darstellt. Dennoch liegen die Preise für beide Ölsorten weiterhin etwa ein Drittel über dem Niveau vor den Konflikten im Iran, die Ende Februar begannen.

Aktuelle Spritpreise in Köln

Die Tankstellen in Köln haben ihre Preise am Mittwochmittag erhöht, was sich nicht im Rückgang des Rohölpreises widerspiegelt. Laut dem Portal „benzinpreis.de“ stiegen die Preise nach 12 Uhr deutlich an. An der günstigsten Tankstelle, JET in der Widdersdorfer Straße, kostete Diesel 2,399 Euro pro Liter. An Shell-Stationen lag der Preis bei 2,429 Euro, während Aral zwischen 2,449 und 2,479 Euro verlangte. Die höchsten Preise wurden an Esso-Tankstellen mit bis zu 2,539 Euro pro Liter verzeichnet.

Die Preise für Benzin waren etwas niedriger: Super E10 war zum günstigsten Preis von 2,169 Euro erhältlich, während Super E5 ab 2,229 Euro angeboten wurde. An größeren Markentankstellen wie Shell kostete E10 etwa 2,179 Euro und E5 rund 2,239 Euro. Bei Aral lagen die Preise für E10 zwischen 2,199 und 2,209 Euro, während E5 zwischen 2,259 und 2,269 Euro lag. Die teuersten Preise für E10 und E5 wurden bei Esso mit bis zu 2,249 Euro und 2,309 Euro festgestellt.

Kritik an der neuen Regelung zur Preisgestaltung

Die Preiserhöhungen traten nahezu zeitgleich um 12 Uhr mittags in Kraft, wobei einige Tankstellen die Preise um mehr als zehn Cent pro Liter anpassten. Diese Erhöhung steht im Zusammenhang mit einer neuen Regelung, die besagt, dass Preiserhöhungen an Tankstellen nur einmal täglich zur Mittagszeit erfolgen dürfen, während Preissenkungen jederzeit möglich sind. Diese Vorschrift wurde von der Bundesregierung im Eilverfahren beschlossen.

Der Kraftstoffmarkt-Experte Christian Laberer vom ADAC äußerte sich kritisch zu dieser Regelung und bezeichnete sie als wirkungslos. In der ersten Woche nach der Einführung der Regel stiegen die Preise nahezu durchgehend, anstatt zu sinken. Die Spritpreise sind seit Beginn des Konflikts bereits auf einem hohen Niveau, wobei Super E10 derzeit etwa 41 Cent und Diesel über 70 Cent mehr pro Liter kostet als vor dem Ausbruch des Konflikts. Der ADAC sieht diesen Anstieg im Vergleich zur Entwicklung des Ölpreises als überhöht an und fordert eine Senkung der Kraftstoffsteuer zur Entlastung der Verbraucher. Über weitere Maßnahmen gibt es innerhalb der schwarz-roten Koalition in Berlin noch keine Einigung.

Bildquelle: ai-generated-gemini

Ronny Winkler