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Drohnen als Lebensretter: Effektive Hilfe in Notlagen verstehen

Ein neues Forschungszentrum in Sachsen-Anhalt beleuchtet, wie Drohnen im Katastrophenschutz eingesetzt werden können. Innovative Technologien wie autonome Suchdrohnen und Drohnenschwärme versprechen, Rettungseinsätze entscheidend zu unterstützen.

So können Drohnen im Katastrophenfall helfen
C.Stadler/Bwag via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Einweihung eines Forschungszentrums für Drohnensicherheit

In Sachsen-Anhalt findet heute die Einweihung eines innovativen Forschungszentrums zur Drohnenabwehr statt. Dieses Zentrum, das Teil des Nationalen Erprobungszentrums für Unbemannte Luftfahrtsysteme am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt ist, wird auch die Rolle von Drohnen im Katastrophenschutz analysieren. Der ehemalige Regionalflughafen, der über eine Start- und Landebahn von 2,5 Kilometern Länge verfügt, hat sich als zentraler Standort für die Drohnenforschung in Deutschland etabliert.

Entwicklung und Einsatz von Rettungsdrohnen

Am Standort Cochstedt werden unterschiedliche Typen von Rettungsdrohnen konzipiert, die unter anderem für die Suche nach Vermissten eingesetzt werden. Außerdem werden Algorithmen für Drohnenschwärme entwickelt sowie unbemannte Mini-Helikopter getestet, die im Auftrag des World Food Program der Vereinten Nationen arbeiten. Eine der neuesten Entwicklungen ist eine große Drohne, die bis in die Stratosphäre aufsteigen kann.

Technologische Fortschritte zur Verbesserung der Drohnensicherheit

Das neu eröffnete Technologiezentrum ist Teil einer umfassenden Strategie zur Erhöhung der Drohnensicherheit. Dies umfasst unter anderem die Schaffung einer speziellen Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei sowie ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern. In den vergangenen Jahren sind Drohnen zunehmend als Sicherheitsrisiko wahrgenommen worden, da sie etwa Industrie- und Militärstandorte ausspionieren oder den Flugverkehr an Flughäfen stören können.

Innovative Kommunikationsdrohne für Notlagen

Eine herausragende Entwicklung ist die solarbetriebene Drohne “HAP-alpha”, die eine Spannweite von 27 Metern hat. Diese Drohne soll in der Lage sein, bis zu einer Höhe von etwa 20 Kilometern zu fliegen und könnte in Krisensituationen eingesetzt werden, um Kommunikationsnetze aufrechtzuerhalten. Dies ist besonders kritisch, wenn die Infrastruktur nach Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen zusammenbricht.

Vorteile der Drohnentechnologie

Die 40 Kilogramm schwere Drohne kann an verschiedenen Standorten stationiert werden und operiert autonom, was sie von herkömmlichen Flugzeugen unterscheidet. Ihre Fähigkeit, häufig zu starten und zu landen, verbessert die Wartung und den Transport von Ausrüstung, was die Einsatzkosten signifikant senkt.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten unbemannter Fluggeräte

Momentan sind in Deutschland rund 800.000 Drohnen-Betreiber registriert. Diese unbemannten Fluggeräte bieten eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten in Hilfseinsätzen, unter anderem als Lasten-Drohne bei der Bergwacht oder durch die Feuerwehr, die mit Wärmebildkameras Glutnester aufspüren kann.

Suchdrohne für den Rettungsdienst

Für den Rettungsdienst hat das DLR eine spezielle Drohne konzipiert, die in schwer zugänglichen Gebieten zur Vermisstensuche eingesetzt werden kann. Diese autonome Such- und Rettungsdrohne übermittelt ihre Position an die lokalen Einsatzkräfte und ist mit einer Infrarotkamera sowie einem Megafon ausgestattet. Sie sendet kontinuierlich ein Live-Lagebild über ein integriertes 5G-Modem, um die Kommunikation zwischen den Hilfsorganisationen zu optimieren.

Testflüge im Ahrtal

Vor kurzem führte das DLR Tests seiner Rettungsdrohnen im Ahrtal in Rheinland-Pfalz durch, wo 2021 eine verheerende Flutkatastrophe stattfand. Zusammen mit einem Amphibienfahrzeug und einem unbemannten Erkundungsrover sollen diese Drohnen die Helfer im Katastrophenfall unterstützen.

Forschung an Drohnenschwärmen

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf Drohnenschwärmen, die für Einsätze in Krisengebieten optimiert werden. Johanna Bethge und ihr Team arbeiten an Lösungen, damit die Drohnen synchron fliegen und Hindernisse umfahren können. Diese Schwärme könnten in großflächigen Katastrophenfällen entscheidend sein, um schnell ein umfassendes Lagebild zu erhalten.

Koordination und Herausforderungen

Die Koordination von Rettungsdrohnen in unbekannten Einsatzgebieten birgt Herausforderungen. Die Drohnen müssen in der Lage sein, miteinander zu kommunizieren und ihre Positionen zu koordinieren, um Kollisionen zu vermeiden. Die Forscher am DLR entwickeln Algorithmen, die es den Drohnen ermöglichen, autonom im Schwarm zu fliegen und aktuelle Lagebilder aus dem Katastrophengebiet zu übermitteln.

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Die Fortschritte im Bereich der Drohnentechnologie könnten dazu beitragen, die Effizienz von Rettungsaktionen zu erhöhen und Leben schneller zu retten. Die Forschung am DLR verdeutlicht, wie Drohnen zukünftig noch gezielter in Katastrophenszenarien eingesetzt werden können.


Quellen: tagesschau, Die Zeit

Bildquelle: C.Stadler/Bwag via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS