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1,5 Millionen Besucher beim sonnigen Hafengeburtstag

Der Hamburger Hafengeburtstag lockte dieses Jahr mit einem Extra-Tag und für norddeutsche Verhältnisse mit außergewöhnlich gutem Wetter. Am Ende der großen Party steht die Auslaufparade.

Mit Schlepperballett und Farbbomben: Der Hamburger Hafen feiert Geburtstag.
Foto: Georg Wendt/dpa

Zum 835. Geburtstag wurde in Hamburg der Hamburger Hafengeburtstag mit einem viertägigen Volksfest am Himmelfahrtswochenende gefeiert. Das Fest endete bei blauem Himmel und nur wenigen Wolken.

Den Organisatoren zufolge besuchten 1,5 Millionen Menschen das maritime Fest. Auch am letzten Tag verlief die Feier laut Polizeiangaben zunächst ohne größere Zwischenfälle.

Etwa 250 große und kleine Schiffe nahmen an den Feierlichkeiten teil, wobei viele von ihnen am Donnerstag an der traditionellen Einlaufparade in den Hafen teilnahmen. Die Besucher sollten die Schiffe ein letztes Mal bei der großen Auslaufparade bewundern können.

Bei der Aktion «Open Ship» konnten Schiffsliebhaber viele der Großsegler, Schlepper und Einsatzboote auch besichtigen. An Land lockte außerdem eine bunte Hafenmeile zwischen Landungsbrücken und Baumwall.

Musicals und Alle Farben auf schwimmender Bühne

In diesem Jahr gab es eine neue Attraktion: eine Ponton-Bühne, die von Schleppern gezogen wurde und am Freitag- und Samstagabend vor den Landungsbrücken Halt machte. Die Bühne, die 90 mal 30 Meter groß ist, wurde speziell aus Rotterdam geliefert.

Bei der Musikshow «Elbe in Concert» spielten am Freitag verschiedene Künstlerinnen und Künstler auf der schwimmenden Bühne. Die Darstellerinnen und Darsteller von Stage Entertainment gaben einen Einblick in ihr Musical-Repertoire, außerdem trat der Männer-Freizeitchor «Die Hamburger Goldkehlchen» auf, der in der Hansestadt Kultstatus hat. Headliner des Abends war die Hamburger Band Scooter. Parallel zum großen Feuerwerk begeisterte ein sichtlich gut gelaunter H.P. Baxxter die Menge. Nicht fehlen durften dabei Songs wie «How Much Is The Fish?» und «One (Always Hardcore)».

Mit Pyrotechnik und viel Bass setzte am Samstag der DJ Alle Farben das Programm auf der Wasserbühne fort. Während seines DJ-Sets wurde das Kreuzfahrtschiff «Aida prima» besonders in Szene gesetzt: Es lag direkt hinter der Bühne. Für zusätzliches Staunen sorgte eine Lichtshow mit Drohnen, die über Bühne und Schiff schwebten. Die Leuchtpunkte formierten sich am Himmel unter anderem zum Hamburger Landeswappen und zu einem Bild der Elbphilharmonie. Als Vorgruppe hatte der Sänger Kayef mit seiner Band auf der Wasserbühne gespielt.

Wie alt ist der da Hafen wirklich?

Zu den klassischen Highlights des Festes gehörte auch das Schlepperballett am Samstag. Tausende von Zuschauern beobachteten, wie die Hafenschlepper vor den Landungsbrücken zur Musik auf dem Wasser tanzten. Besonderen Effekt erzielte farbiger Rauch, der auf den Schleppern entzündet wurde.

Partnerland des Hafengeburtstags war in diesem Jahr Lettland. Mit dem «Lettland Festival» gab das baltische Land einen Einblick in seine Traditionen und Kultur. Der lettische Verkehrsminister Kaspars Briskens hatte das Fest gemeinsam mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher eröffnet.

Laut den Veranstaltern fand das weltgrößte Hafenfest in diesem Jahr mit dem Himmelfahrtswochenende zusammen und dauerte daher vier Tage.

Der Hafen ist tatsächlich älter als 835 Jahre. Fachleute schätzen, dass er bereits seit dem frühen sechsten Jahrhundert existiert. Am 7. Mai 1189 soll den Hamburgern per Dekret eine zollfreie Fahrt aus der Elbe ermöglicht worden sein. Dieses Datum wird heute als Ausgangspunkt für die Feierlichkeiten genutzt.

dpa