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Adidas‘ neuer Schuh: Schnell ausverkauft und Preisanstieg auf dem Sekundärmarkt

Der Adizero Adios Pro Evo 3 von Adidas, der beim London-Marathon für Furore sorgte, ist innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Der Preis steigt nun auf bis zu 1600 Euro, was die Diskussion über Hype und Preisgestaltung neu entfacht.

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Hype um Adidas-„Wunderschuh“: Erst Ausverkauf, dann Abzocke
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Der neue Laufschuh von Adidas, der Adizero Adios Pro Evo 3, hat für großes Aufsehen gesorgt und war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Die Preise für das begehrte Modell steigen auf bis zu 1600 Euro.

Der Hype um diesen „Superschuh“ war enorm und wurde nicht enttäuscht: Der Adizero Adios Pro Evo 3, in dem Sebastian Sawe beim London-Marathon die beeindruckende Zwei-Stunden-Marke knackte, war nach nur wenigen Minuten vergriffen. Dies ist nur der Anfang eines bemerkenswerten Trends.

Am Montagmorgen um 10 Uhr startete der Verkauf des Schuhs über die Adidas-App zu einem Preis von 500 Dollar (etwa 460 Euro). Käufer mussten jedoch schnell sein, denn nach weniger als zwei Minuten war der gesamte Vorrat ausverkauft.

Preisanstieg auf Wiederverkaufsplattformen

Nach dem Ausverkauf kam es zu einem drastischen Anstieg der Preise auf Wiederverkaufsplattformen. Bei „StockX“ werden für einzelne Paare bis zu 1600 Euro verlangt, was mehr als das Dreifache des ursprünglichen Preises darstellt. Ein Ende dieser Preisspirale scheint nicht in Sicht.

Was macht diesen Schuh so besonders? Mit einem Gewicht von nur 97 Gramm ist der Adizero Adios Pro Evo 3 der leichteste Rennschuh, den Adidas je hergestellt hat. Dies wird durch eine neuartige Schaumstoffmischung und eine extrem dünne Carbonplatte ermöglicht. Adidas hat den Schuh absichtlich in limitierter Stückzahl auf den Markt gebracht, mit einer Nachlieferung erst im Herbst.

Das Timing könnte für Adidas nicht besser sein. Der Hype ist nicht unbegründet: Am Tag zuvor liefen die Adidas-Athleten Rhonex Kipruto (1:59:30 Stunden) und Yomif Kejelcha (1:59:41 Stunden) als erste Menschen offiziell unter der Zwei-Stunden-Marke. Auch die Frauen-Weltrekordlerin Tigist Assefa setzte auf diesen Schuh.

Marketingstrategie und Konkurrenzkampf

Dieser historische Erfolg hat einen enormen Werbeeffekt, der als „Halo-Effekt“ bezeichnet wird, und steigert die Nachfrage erheblich. Für Adidas stellt der rasante Ausverkauf einen wichtigen Imagegewinn dar, insbesondere im Wettbewerb mit dem großen Rivalen Nike.

In der Vergangenheit hatte Nike mit seiner Alphafly-Serie die Oberhand. Doch der Erfolg der Adizero-Reihe ist eine klare Kampfansage: Adidas ist im Rennen um die schnellsten Schuhe zurück im Spiel. Experten bewerten dies als einen genialen Marketing-Schachzug. Auch wenn viele Käufer den Schuh nie im Wettkampf tragen werden, profitiert die gesamte Produktlinie von Adidas von diesem Hype.

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TS